Die Spuren des Heiligen Bonifatius
Heute, am 9. Juli, ist bei uns in Hessen für die Christen ein ganz besonderer Gedenktag. Wir feiern das Fest der Übertragung der Gebeine des heiligen Bonifatius. Es erinnert daran, dass Bonifatius nach seinem Märtyrertod im Jahr 754 von Mainz nach Fulda gebracht und dort im Kloster beigesetzt wurde.
Bonifatius - Übertragung der Gebeine
Genauso, wie er es zu Lebzeiten gewünscht hatte. Damit wurde Hessen zur Ruhestätte eines der bedeutendsten Heiligen unseres Landes. Nicht umsonst wird Bonifatius auch „Apostel der Deutschen“ genannt.
Bonifatius – ein Mensch mit klarer Sendung
Bonifatius war ein Mensch mit einer klaren Sendung. Er verließ seine Heimat in England und machte sich auf den Weg zu den Menschen in den germanischen Gebieten. Sein Ziel war es nicht nur, das Evangelium zu verkünden, sondern auch Gemeinschaft zu stärken, Versöhnung zu fördern und den Glauben zu festigen. So gründete er auf dem Gebiet der heutigen Bundesländer Hessen, Thüringen und Bayern Klöster und Bistümer. Mit Mut, Ausdauer und tiefem Vertrauen auf Gott setzte er sich für seine Aufgabe ein – trotz vieler Widerstände und Gefahren. Diesem Auftrag blieb er treu bis in den Tod.
Auch wir können Spuren hinterlassen
Die Übertragung seiner Gebeine nach Fulda ist deshalb mehr als ein historisches Ereignis. Sie macht deutlich: Das Leben eines Menschen kann Spuren hinterlassen, die weit über die eigene Zeit hinausreichen. Das Zeugnis des heiligen Bonifatius wirkt bis heute fort. Sein Mut, seine Beharrlichkeit und sein Vertrauen auf Gott sind zu seinem Erbe geworden, sind seine Spuren in unsere Welt.
Spuren hinterlassen: Was wir von Bonifatius lernen können
Der heutige Tag ist eine Einladung für mich, auf mein eigenes Leben zu schauen: Welche Spuren möchte ich hinterlassen? Wofür stehe ich ein? Was gibt meinem Leben Richtung und Halt? Vielleicht ist dieser Gedenktag auch für Sie ein Anlass, diesen Fragen nachzugehen?