Das Herz entscheidet
Am Ende der Woche schaue ich oft auf das, was ich geschafft habe. Und auch auf das, was liegengeblieben ist. Das gibt mir dann einen kleinen Stich. Ich fühle mich nicht gut, wenn ich daran denke.
Leistungsdenken: Nur das Erreichte zählt?
Das hat wohl mit dem Leistungsdenken zu tun. Oft zählt nur, was jemand bringt, was geleistet wird. Viele spüren, wie schmerzhaft das werden kann. Wenn Kräfte nachlassen. Wenn Aufgaben wegfallen, man sich überflüssig fühlt.
Gott sieht das Herz
Die Bibel widerspricht deutlich: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an.“ (1. Samuel 16,7) Das ist ein ganz anderer Blick. Wenn ich versuche, mich so mit den Augen Gottes zu sehen, tut mir das gut. Denn darin liegt ein Zuspruch: Gott misst nicht nach Leistung oder Tempo. Er sieht das gelebte Leben. Die Mühe. Die Erfahrung. Die Liebe. Auch das, was im Verborgenen zum Gelingen beiträgt.
Der Wert jenseits von Leistung
Natürlich braucht es Leistung, damit was zustande kommt. Aber der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab. Das ist wichtig zu hören: Mein Leben zählt. Meine Geschichte zählt. Und die von allen anderen auch. Gott schaut nicht darauf, was jemand leistet – sondern darauf, wer jemand ist. Gott sieht das Herz an.