Das Gewohnte und das Neue
Es gibt Menschen, die lieben Veränderungen. Sie freuen sich auf Neues, probieren gerne etwas aus und sind neugierig auf das, was kommt.
Und dann gibt es Menschen, die sagen: „Ich brauche das Gewohnte.“ Dazu gehöre ich auch. Das Vertraute gibt mir Sicherheit. Der gewohnte Tagesablauf, die bekannten Aufgaben, die vertrauten Menschen und die kleinen Dinge, die jeden Tag gleich sind.
Neue Kollegin, wegziehende Freundin: Wenn sich etwas verändert
Veränderungen dagegen verunsichern mich. Eine neue Kollegin in meinem Team auf der Arbeit. Eine Freundin, die wegzieht.
Auch Veränderungen, die eigentlich zum Leben dazugehören, können schwerfallen. Etwa der Eintritt in den Ruhestand. Viele Jahre lang hat die Arbeit den Tagesablauf bestimmt, die Woche getaktet. Dann der Abschied am letzten Tag.
Der Wecker bleibt stumm: Der Ruhestand als große Veränderung
Und am Morgen danach wird es wirklich anders: Der Wecker bleibt stumm. Ich muss nicht los. Nichts, was ich erledigen muss. Ich gebe zu: Allein mir das vorzustellen, fällt schwer.
Wie gehen Menschen mit Neuem um? Die Jünger von Jesus
In der Bibel lese ich, wie Menschen vor mir mit neuen Situationen umgegangen sind: Die Jünger von Jesus zum Beispiel: Die haben ihr Zuhause aufgeben, um mit Jesus durch das Land zu ziehen. Ich stelle mir vor: Neue, spannende Aufgaben warteten. Und gleichzeitig mussten sie viel zurücklassen und hatten zunächst keine Ahnung, wie da auf sie zukommt. Aber dann spürten sie: Wir gehen neue Wege, wir lernen dazu, wir können kann uns verändern.
Jesus verspricht: „Ich bin bei euch alle Tage"
Das Neue kann zunächst fremd und ungewohnt sein. Und kann sogar Angst machen. Auch die Jünger waren oft unsicher. Aber sie kamen immer wieder zusammen und erzählten von ihren Erfahrungen, von dem was klappte und dem, was nichts gebracht hatte. Und ein Satz von Jesus hat ihnen Mut gemacht. Er hat ihnen gesagt: „Ich bin bei euch alle Tage.“ (Matthäus 28,20)
Was ist jetzt möglich? Zuversichtlich den nächsten Schritt gehen
Mich hat dieser Zuspruch im Laufe der Jahre auch gestärkt. Ich frage mich heute nicht: „Warum ist es nicht mehr so wie früher?“ Sondern ich versuche nach vorne zu schauen und frage: „Was ist jetzt möglich?“
Denn man braucht nicht jede Veränderung sofort gut zu finden. Es reicht, wenn man den nächsten Schritt geht. Zuversichtlich. Und mit Gottvertrauen.