hr4 ÜBRIGENS
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Häbel, Dr. Ulf

Eine Sendung von

Evangelischer Pfarrer, Laubach-Freienseen

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Der Letzte macht das Licht aus? Von wegen!

Vor einigen Jahren haben wir in unserem Dorf einen Lebensmittelladen eröffnet - mit viel Aufwand und Mühe. Tante-Emma-Laden haben die Leute ihn genannt. Da konnten Menschen aus dem Dorf einkaufen - ohne Auto. 

Ein Tante-Emma-Laden im Dorf

Das war gut vor allem für Alte und Kinder. Es gab auch alles, was man im Alltag so braucht: Brot und Toilettenpapier, Kartoffeln und Limonade, Zahnbürste und Müsli. Aber es gab zu wenig Umsatz. Nach sieben Jahren mussten wir schließen. Der Laden ging ein. Sarkastisch hat das jemand kommentiert: „Der Letzte macht das Licht aus!“

Idee für leeren Ladenraum: Ein Café?

Auch ich war sehr enttäuscht und habe mich gefragt: Was machen wir jetzt mit dem leerstehenden Raum? Ein paar Frauen hatten die Idee: Aus dem ehemaligen Laden wird ein Café . Das ist seit kurzem geöffnet. Nun treffen sich dort jeden Sonntagnachmittag Menschen bei Kaffee und Kuchen – und zum Gespräch.

Treffen bei Kaffee und Kuchen sonntags

Der Letzte macht das Licht aus? Von wegen! Wir machen‘s wieder an! Das klappt, aber nur weil viele freiwillig helfen – beim Kuchenbacken und Bedienen, beim Vorbereiten und Aufräumen.

Freiwillige Helfer machen Café zum Erfolg

Solche Menschen braucht es -die nach vorne schauen statt zu resignieren, die etwas ausprobieren – ohne sicher zu sein, dass es klappt. Wie das gelingt? Nicht alleine suchen – sondern gemeinsam anpacken, sich gegenseitig Mut machen. 

Mut machen statt resignieren

Mir hilft da ein Satz aus der Bibel. Gott sagt: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und fröhlich bist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht. Geh deinen Weg; ich gehe mit.“ (Josua 1,9

Mit helfenden Händen, Zuversicht und Gott an meiner Seite bin ich getrost: Diesmal bleibt das Licht an!