Der Letzte macht das Licht aus? Von wegen!
Vor einigen Jahren haben wir in unserem Dorf einen Lebensmittelladen eröffnet - mit viel Aufwand und Mühe. Tante-Emma-Laden haben die Leute ihn genannt. Da konnten Menschen aus dem Dorf einkaufen - ohne Auto.
Ein Tante-Emma-Laden im Dorf
Das war gut vor allem für Alte und Kinder. Es gab auch alles, was man im Alltag so braucht: Brot und Toilettenpapier, Kartoffeln und Limonade, Zahnbürste und Müsli. Aber es gab zu wenig Umsatz. Nach sieben Jahren mussten wir schließen. Der Laden ging ein. Sarkastisch hat das jemand kommentiert: „Der Letzte macht das Licht aus!“
Idee für leeren Ladenraum: Ein Café?
Auch ich war sehr enttäuscht und habe mich gefragt: Was machen wir jetzt mit dem leerstehenden Raum? Ein paar Frauen hatten die Idee: Aus dem ehemaligen Laden wird ein Café . Das ist seit kurzem geöffnet. Nun treffen sich dort jeden Sonntagnachmittag Menschen bei Kaffee und Kuchen – und zum Gespräch.
Treffen bei Kaffee und Kuchen sonntags
Der Letzte macht das Licht aus? Von wegen! Wir machen‘s wieder an! Das klappt, aber nur weil viele freiwillig helfen – beim Kuchenbacken und Bedienen, beim Vorbereiten und Aufräumen.
Freiwillige Helfer machen Café zum Erfolg
Solche Menschen braucht es -die nach vorne schauen statt zu resignieren, die etwas ausprobieren – ohne sicher zu sein, dass es klappt. Wie das gelingt? Nicht alleine suchen – sondern gemeinsam anpacken, sich gegenseitig Mut machen.
Mut machen statt resignieren
Mir hilft da ein Satz aus der Bibel. Gott sagt: „Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und fröhlich bist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht. Geh deinen Weg; ich gehe mit.“ (Josua 1,9)
Mit helfenden Händen, Zuversicht und Gott an meiner Seite bin ich getrost: Diesmal bleibt das Licht an!