hr4 ÜBRIGENS
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Vorländer, Martin

Eine Sendung von

Evangelischer Pfarrer und Senderbeauftragter für den DLF, Frankfurt

Ob im Palast oder Stall: Jedes Kind – eine Sensation!

Ob im Palast oder Stall: Jedes Kind – eine Sensation!

Einer Frau ist speiübel und ein ganzes Land jubelt. Kate, Herzogin von Cambridge, Frau von Prinz William, ist schwanger. Gerade mal in den ersten Wochen, aber schon gratulieren der britische Ministerpräsident, der Erzbischof von Canterbury und sogar US-Präsident Barack Obama. Die älteste Nachricht der Welt, immer wieder von neuem eine Sensation: Schwanger! Ein Kind! Die werdende Mutter ist bis zu neun Monate lang niemals allein, sondern trägt in jeder Sekunde wachsendes Leben unter ihrem Herzen. „Guter Hoffnung sein“ nannte man das früher.

Einfach guter Hoffnung zu sein war nie einfach – früher nicht und heute nicht. Ganz egal, ob ein Kind in einen Palast hinein geboren wird wie das Baby von Kate und William oder in einem Stall, so wie Jesus, dessen Geburtstagsfest wir in drei Wochen an Weihnachten feiern. So wie heute Kinder in schwierige Umstände hineingeboren werden. Wo nicht alle jubeln, dass ein Kind kommt. Wo es an Lebensnotwendigem fehlt, Eltern zu kämpfen haben oder überfordert sind.

Kindsein ist von Anfang an gefährdet: Geht alles gut in der Schwangerschaft? Bei jeder Voruntersuchung das mulmige Gefühl: Ist mit unserem Kind alles in Ordnung? Verläuft die Geburt glücklich für Mutter und Kind? Und dann: Welche Hilfe brauchen die Mutter und der Vater, um die Strapazen des Elternseins zu bewältigen? Denn ein Kind bedeutet bei aller Freude auch Zumutung: Es braucht Mut, für dieses kleine Wesen Sorge zu tragen.

Jedes Kind dieser Welt ist eine Sensation, ein Wunder. Jedes Kind dieser Welt verdient alle Achtung, braucht alle Fürsorge und Liebe. Und die Eltern brauchen unsere tatkräftige Unterstützung und Ermutigung. Ja, und unseren Jubel und unser Mitfreuen: Hurra, ein Kind ist unterwegs!