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Giel, Lena

Eine Sendung von

Pastoralreferentin und Jugendseelsorgerin im katholischen Jugendbüro Südhessen

Mehrere Personen stehen an einem Tisch zusammen und bieten Essen an..

Tafel in Hessen: Nächstenliebe pur

Moderator/in: Heute feiern wir hier schon den ganzen Tag ein großartiges Jubiläum: der Landesverband der Tafeln in Hessen wird zehn Jahre alt! Lena Giel, von der katholischen Kirche, für dich als Christin sind die Tafeln bestimmt eine ziemlich tolle Sache, oder? 

Lena Giel: Ja, absolut. Für mich sind die Tafeln eigentlich gelebte Nächstenliebe. Da werden Lebensmittel gerettet – und gleichzeitig Menschen geholfen, denen das Geld zum Leben fehlt. Und oft passiert dort noch viel mehr. Menschen treffen sich, kommen ins Gespräch, manchmal wird auch eine Träne getrocknet. Viele packen gemeinsam an – das ist wirklich stark. Auch wenn es natürlich traurig ist, dass immer mehr Menschen bei uns auf solche Hilfe angewiesen sind. Umso wichtiger finde ich es, dass es Orte wie die Tafeln gibt. 

Die Tafeln funktionieren ja nur, weil so viele Ehrenamtliche mithelfen. Es gibt sicher viele Gründe, dort anzupacken – aber auch gute Gründe aus christlicher Sicht, oder?

Lena Giel: Ja, auf jeden Fall. Die Bibel ruft immer wieder dazu auf, Menschen zu helfen, die nicht genug haben. Jesus selbst hat Brot geteilt und sich besonders um Menschen am Rand der Gesellschaft gekümmert. Und genau dieser Gedanke lebt bei den Tafeln weiter: teilen, helfen und füreinander da sein. Dazu kommt noch ein anderer wichtiger Punkt: Lebensmittel zu retten heißt auch, verantwortungsvoll mit unserer Schöpfung umzugehen. Die Tafeln zeigen im Alltag: Es ist genug da – wenn Menschen bereit sind zu teilen. Und manchmal reicht schon eine kleine Geste: eine Spende, ein bisschen Zeit oder ein offenes Ohr. Darum geht heute ein großes Dankeschön raus an alle Tafeln in Hessen: Danke, dass es euch gibt!