Mein Wunsch an die WM
Moderator/in: Seit gestern ist unsere Nationalmannschaft im WM-Trainingslager in Herzogenaurach. Sonntag steht noch das Testspiel gegen Finnland in Mainz an — und in zwei Wochen startet dann schon die WM in den USA, Kanada und Mexiko. Am Sonntag in zwei Wochen hat Deutschland dann sein erstes Gruppenspiel. Alex Becker von der katholischen Kirche: Wie schaust du auf die WM?
Alex: Na ja, ich kenne einige, die die Spiele dieses Mal nicht sehen werden. Aus Protest gegen den amerikanischen Präsidenten, aus Protest gegen Menschenfeindlichkeit und Korruption. Ich bin selbst hin- und hergerissen, hab mich aber jetzt dafür entschieden, die WM zu verfolgen, unseren Jungs die Daumen zu drücken. Und ich hoffe einfach auf ein sportliches Fest, das positiv in die Welt strahlt.
Moderator/in: Also Optimismus, gute Stimmung, die könnten wir, glaub ich, alle ganz gut gebrauchen.
Alex: Genau. Ich glaube, ich muss gar nicht groß aufzählen, was vielen Menschen gerade Sorgen macht — weltweit, aber auch hier bei uns in Deutschland. Ich freu mich, wenn das deutsche Team weit kommt, aber vor allem wünsche ich mir Bilder von Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen, die friedlich miteinander feiern.
Menschen, die sich freuen können, lachen, gute Momente miteinander teilen. Ich will fairen Sport sehen. Fans mit Leidenschaft — aber eben auch mit Respekt.
Denn das können wir Menschen auch. Das ist ein Zeichen gegen alle Menschenverachtung und für mehr Miteinander, für Frieden und Respekt in der Welt.