Jeder ist anders
Entertainer, Moderator und Autor Riccardo Simonetti spricht sich für Vielfalt aus und dafür, warum es gut ist, dass wir nicht alle gleich sind. Steffi Mosler von der katholischen Kirche findet darin eine wichtige christliche Botschaft: Jeder Mensch ist einzigartig und von Gott gewollt. Und trotz aller Unterschiede gilt: Was uns verbindet, ist immer mehr als das, was uns trennt.
Moderation: Heute war Riccardo Simonetti bei Bärbel Schäfer im Sonntagstalk, super sympathisch und mit ganz viel Lebensfreude und Enthusiasmus hat er von der Verschiedenartigkeit gesprochen und seinem Buch. Dass es gut ist, dass wir eben nicht alle gleich sind und dass er auch ganz gut damit klarkommt, immer mal anzuecken, weil er ja bunt und wirklich individuell ist. Gerade das macht den Menschen aber aus, sagt Steffi Mosler von der katholischen Kirche.
Steffi Mosler: Ja, was wäre die Welt als Einheitsbrei. Jeder Mensch ist einzigartig, individuell und besonders. Mich erinnert das an ein Bibelzitat: „Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt,“ sagt Jesus. Das ist eine starke Zusage an jeden Einzelnen. Gott hat sich bei jedem von uns was gedacht hat, jeden hat er so geformt, wie es gut ist und deshalb dürfen wir auch einfach sein, ohne uns zu verstecken. Ich finde das ist eine beruhigende Botschaft.
Moderation: Jeder ist individuell, das finde ich auch ganz wichtig und trotzdem sollten wir doch schauen, was uns verbindet!
Steffi Mosler: Bei aller Individualität finde es gleichzeitig wichtig, einen gemeinsamen Nenner zu suchen, gerade, wenn man anderer Meinung ist, jeder lebt und handelt nach andren Werten, aber macht sich die Mühe das Gemeinsame herauszufiltern, bereichert man sich und den anderen. Individualität heißt nicht immer nur sich abgrenzen, sondern in diesem freien Gedanken auch einen freien Geist wachsen lassen, der Menschen verbindet und ich glaube das ist das, was unsere Gesellschaft braucht. Bischof Michael Gerber aus dem Bistum Fulda hat das gut auf den Punkt gebracht: das, was uns verbindet ist immer mehr als das was uns trennt. Das sollten wir alle viel mehr verinnerlichen.