„Hunger, Durst & Segen“: ein starkes PopUp-Projekt
Moderator/in: Seit 37 Jahren gibts in Fulda das Kult-Lokal „Rädchen“. Leider muss es jetzt schließen, worüber viele in Fulda echt traurig sind. Da hatte die evangelische Christuskirchengemeinde eine Idee: Es braucht eine Verlängerung. Und die gibts jetzt auf der Grünfläche rund um die Kirche. Unter dem schönen Motto „Hunger, Durst & Segen“.
Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Du hast Dir das Ganze schon mal angeguckt. Wie können wir uns das denn vorstellen, ein Lokal auf der Kirchwiese?
PopUp-Biergarten in Fulda
Fabian Vogt: „Hunger, Durst & Segen“ ist quasi ein PopUp-Lokal: Die Kirche stellt die Location und die Betreiber des „Rädchens“ bekommen die Möglichkeit, ihren Biergarten noch einige Wochen weiterzuführen. Bis Ende August – immer von Donnerstag bis Sonntag.
Das „Rädchen“ auf dem Kirchengelände
Ist einfach ‘ne tolle Sache. Nicht nur für die, die traurig sind, dass es das beliebte Lokal nicht mehr gibt – und die noch mal ein bisschen „Rädchen“-Feeling erleben wollen.
Apropos Feeling: Es hat natürlich auch einen besonderen Charme, wenn man sein Bier vor so einer schönen neugotischen Kirche genießt.
Was bedeutet „Hunger, Durst & Segen“?
Moderator/in: Das Angebot heißt ja „Hunger, Durst und Segen“. Hunger und Durst ist klar bei einem Biergarten. Aber was ist denn mit Segen gemeint?
Fabian Vogt: Na, Jesus hat total gerne mit Leuten gegessen und getrunken. Weil da eine Gemeinschaft entsteht und gute Gespräche – auch über große Lebensfragen. Schon das ist ein Segen.
Die Segenswand in der Christuskirche Fulda
Und die Kirche in Fulda hat noch eine Idee entwickelt: Wer Lust hat, kann ein Getränk oder ein Essen mehr bezahlen. Dafür gibt’s dann einen Gutschein an der sogenannten „Segenswand“ – für jemanden, der gerade knapp bei Kasse ist. Als ich da war, war die richtig voll. Das ist quasi Segen zum Schmecken. Und ein urchristlicher Gedanke: Hier ist jeder willkommen. Klasse!