hr3 MOMENT MAL
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Becker, Alexandra

Eine Sendung von

Katholische Pastoralreferentin Frankfurt

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Blume wächst aus dem Boden

Guter Vorsatz: Hoffnung!

Moderator/in: 11 Tage ist das neue Jahr nun alt. Hand aufs Herz: Wer hat seine guten Vorsätze für 2026 schon über Bord geworfen? Alex Becker von der katholischen Kirche: Hast du dir überhaupt etwas vorgenommen für das neue Jahr? 

Eigentlich nutze ich die ersten Tage im neuen Jahr immer auch dafür zu überlegen, was das neue Jahr bringen soll. Was ich gerne angehen möchte, auch: wohin der nächste Urlaub gehen könnte. Dieses Jahr hab ich das nicht gemacht. Ich hatte richtig schön Silvester gefeiert und am nächsten Morgen dann als erstes von dem Feuer, dem großen Unglück in der Schweiz gelesen. Das hat mich ziemlich beschäftigt und ich hatte einfach keinen Kopf für gute Vorsätze.

Versteh ich. Das wird vielleicht noch mehr Leuten so gegangen sein an diesem Neujahr.

Aber in den letzten Tagen ist mir auch etwas klar geworden. Und das hat meine Einstellung zu den guten Vorsätzen wieder komplett gedreht: Solche Vorsätze sind ja nicht irgendwelche schönen Träumereien. Jeder gute Vorsatz bedeutet: Hoffnung haben. Jeder gute Vorsatz bedeutet: die Zukunft wollen. Und deswegen sind gute Vorsätze eigentlich gerade bei all den schlechten Nachrichten wichtiger denn je. Ich hab mir jetzt jedenfalls eine Sache wirklich vorgenommen.  

Erzähl mal! Was ist jetzt dein guter Vorsatz für 2026?

Ich will hoffnungsvoll durchs neue Jahr gehen. Hoffen, dass Versöhnung zwischen Menschen, Nationen und Religionen möglich ist. Hoffen, dass wir Menschen endlich wirklich etwas gegen die Klimakrise tun. Hoffen, dass Menschen, die mir wichtig sind, gesund werden. Immer wieder: hoffen! Auch wenn mir manches in der Welt Sorgen oder sogar Angst macht. Übrigens wird Gott in der Bibel auch „Gott der Hoffnung“ (Röm 15,13) genannt. Auch weil ich an einen guten und liebenden Gott glaube, habe ich Hoffnung – auch für das neue Jahr!