Begeisterung im Krankenhaus
Da liegt sie nun. Vier Operationen hat sie hinter sich, und die Jüngste ist sie auch nicht mehr. Ich besuche sie im Krankenhaus. Was mir zuerst auffällt, ist nicht die Schwäche, sind nicht die vielen Schläuche oder die nüchternen Wände. Es ist ihr Lächeln. Sie strahlt.
Freude, die ansteckt: Warum einfache Momente so gut tun
Sie freut sich über den Besuch. Und ich denke: Eigentlich sollte man das viel öfter tun. Besuchen. Einfach da sein. Die Freude darüber ist so ehrlich, so unmittelbar, dass sie ansteckend wirkt. „Das trifft sich ja gut“, sagt sie, „ich habe mich heute etwas hergerichtet.“ Die Haare gemacht, ein wenig Rouge aufgelegt. „Schön, dass Sie da sind.“ Ihre Augen glänzen.
Mut zur Gegenwart: Wie eine Frau im Krankenhaus das Heute lebt
Sie erzählt nicht von schlechten Blutwerten oder von Schmerzen. Sie erzählt begeistert von der letzten Untersuchung. Wie die Ärzte mit einer Sonde ihre Herzklappe anschauen. Sie kann alles auf einem Monitor mitverfolgen. „Viel besser als Fernsehen“, sagt sie und lacht. Da liegt sie, staunend über das, was Menschen können, dankbar für das Wissen, für die Hände, die ihr helfen wollen.
Die Haltung des Moments: Was zählt – der Augenblick oder das Schicksal?
Sie ist zuversichtlich. Diese Ärzte werden ihr helfen, sagt sie. Und wenn nicht, dann wird Gott ihr helfen. Das könne dann so oder so ausgehen. Für sie sei das gar nicht das Wichtigste. Wichtig sei dieser Moment. Die Begegnung. Die Freundlichkeit der Krankenschwestern. „Also wirklich“, sagt sie, „was habe ich für ein Glück.“
Gelassenheit, Freude und Hoffnung im Krankenbett
Ich sitze da und denke an einen Satz aus der Bibel: „Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein.“ (Psalm 118,24)
Diese Frau lebt genau das. Sie lebt im Heute. Sie hält die Freude fest, wo sie ihr begegnet. Und sie erinnert mich daran, dass Dankbarkeit und Vertrauen das Herz weit machen – selbst im Krankenhausbett.