hr1 ZUSPRUCH
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Wörsdörfer, Andreas

Eine Sendung von

Pastoralreferent, Katholische Pfarrei Dom St. Bartholomäus, Frankfurt am Main

Bildquelle: Medio-tv_Schauderna

Hier fängt Zukunft an

Ist es jetzt halb voll oder halb leer? Ich meine das sprichwörtliche Glas. Schaue ich optimistisch auf die Welt und auf das Leben oder sehe ich alles vor die Hunde gehen? Gerade angesichts der Krisen überall auf der Welt stelle ich mir diese Frage. 

Da kann einem schon mal der Mut und der Optimismus abhanden kommen. Und dann entdecke ich diesen Slogan: „Hier fängt Zukunft an“. 

Eröffnung der Misereor-Fastenaktion

Das ist das Motto der diesjährigen Misereor-Fastenaktion, die morgen in Hofheim bundesweit eröffnet wird. Mit einem Gottesdienst. Die Proben dafür laufen heute schon. Morgen um 10 Uhr wird er vom Hessischen Rundfunk live im Ersten übertragen. „Hier fängt Zukunft an“. 

Das klingt so wohltuend anders als die ganzen Untergangsszenarien und Schwarzmalereien. Da ist Hoffnung drin. Da ist Lust, zu gestalten und die Zukunft in die Hand zu nehmen.

Kamerun im Fokus

Misereor ist das größte kirchliche Entwicklungshilfswerk weltweit. Es unterstützt in über hundert Ländern des globalen Südens Projekte zur Bekämpfung von Hunger, Krankheit und Armut. In diesem Jahr steht Kamerun im Fokus. 

Viele junge Menschen dort haben keine Chance auf eine Berufsausbildung, sind arbeitslos und sehen für sich keine Zukunft. Hier setzt ein Projekt an, das Misereor unterstützt. CODAS-Caritas in der Stadt Douala hilft jungen Menschen, in Berufe zu kommen, kreativ zu werden, etwas Neues auszuprobieren - etwas zu wagen. 

Pauline strahlt die Hoffnung aus

Eine davon ist Pauline. Sie sagt von sich selbst: Sie ist supergut ausgebildet, aber war lange arbeitslos. Dann hat sie begonnen, schöne Dinge herzustellen, Taschen zu entwerfen. CODAS-Caritas hat sie finanziell unterstützt, so dass sie sichtbar wurde und sich einen Kund*innenstamm erarbeiten konnte. Sie strahlt diese Hoffnung aus. 

Am Sonntag wird sie in Hofheim sein und im Gottesdienst von sich und ihrem Projekt erzählen. Mutmachendes in schweren Zeiten – trotz allem. 

“Hier fängt Zukunft an”

Auch mich stimmt das positiv. Ich will in der Fastenzeit Ausschau halten nach diesen positiven Geschichten und damit den eigenen positiven Blick in die Zukunft einüben. Und ich will spenden für Misereor und diese wunderbaren Projekte. Solidarität über Grenzen hinweg. Mut machen und selbst ermutigt werden. „Hier fängt Zukunft an“, Das Glas kann eben auch halbvoll sein.