Glauben: auf der Suche sein
Moderator/in: Heute ist der Sänger Mark Forster bei uns im Sonntagstalk zu Gast. Als Kind wurde er katholisch erzogen, hat sich von der Kirche entfernt und sucht aber heute immer wieder nach seinem eigenen Weg zu Glauben. Lena Giel, von der katholischen Kirche, hast du einen Tipp, wie ich auf die Suche gehen kann nach meinem Glauben?
Lena Giel: Ich finde, schon alleine dieses „auf der Suche sein“ ist eine Form von Glauben. In den Liedern von Mark Forster höre ich da ganz viel raus von dieser Suche.
Sein neuer Song „ein Lied“ beginnt mit den Zeilen: „Gib mir drei Minuten und ich geb' dir bisschen Hoffnung mit“. Hoffnung zu geben, das versucht ja auch mein Glaube. Das ich nicht verzage, in dieser Welt, in meinem Alltag und in allem, was schwierig ist. Das tut echt gut!
Moderator/in: Das heißt, glauben zu können, macht dich ein Stück weit glücklich?
Lena Giel: Glaube gibt mir Halt und, ja, es macht auch echt Freude. Ich weiß, dass da immer jemand ist, der mit mir durch alle Lebenslagen geht. Natürlich gibt es aber immer auch Krisen und Zweifel. Deshalb finde ich es so wichtig, wie Mark Forster, auf der Suche zu bleiben.
Es gibt nicht „den fertigen super Gläubigen, der alles weiß“. Ich glaub, Glaubende sind immer auch Suchende. Aber mit der Gewissheit, dass Gott als Begleiter auf der Suche dabei ist. Und da bin ich sicher: er wird mich niemals im Stich lassen. Und das ist echt ein Glücksgefühl.