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Vogt, Dr. Fabian

Eine Sendung von
Dr. Fabian Vogt,
Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Frankfurt

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Ein künstlerisch geschminkter Performer mit grüner Körperfarbe steht im Vordergrund, während er mit brennenden Fackeln jongliert. Die Szene spielt nachts, beleuchtet durch städtische Lichter im Hintergrund, die eine festliche Atmosphäre schaffen.

Drachenfest in Waldeck

Moderator/in: Heute beginnt das große Drachenfest in Waldeck – ein Live-Action-Rollen-Spiel mit über 4500 Teilnehmenden. 5 Tage schlüpfen sie in andere Rollen: als Magier, Ritter oder Orks und tauschen ein in eine imaginäre Welt. Eine der größten Live-Fantasy-Spiele Europas. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Eintauchen in so eine Welt – wäre das auch was für dich?

Fantasy und Glaube: Warum Menschen an etwas Größeres glauben wollen

Fabian Vogt: Auf jeden Fall. Während der Corona-Zeit habe ich mit meinen Teenager-Kids nächtelang Adventure-Games gespielt. Nur als Brettspiel – aber ich ich war Brute, der Barbar, ein furchtloser Kämpfer. Und wir hatten ziemlich wilde Aufgaben zu lösen. Als Pfarrer finde ich besonders spannend: Beim Drachenfest gibt’s ja nicht nur Magier und Kämpfer. Die Drachen gelten selbst als Götter. Sie haben die Welt geschaffen und geben vor, an welchen Werten du dich orientieren sollst. Als würden auch die Veranstalter sagen: Wir Menschen brauchen das, den Glauben an was Größeres. Etwas, was unserem Leben Richtung gibt. 

Moderator/in: Warum ist das gerade vielen Fantasy-Freunden so wichtig?

Sinn des Lebens finden: Was das Drachenfest über Orientierung im Alltag zeigt

Fabian Vogt: Das sieht man beim Drachenfest ziemlich gut: Die Drachen geben der ganzen Geschichte Sinn. Sie zeigen, welche Aufgaben du hast und wofür du stehst. Nach welchen Idealen du handelst. Genauso ist das ja auch im echten Leben: Sinn entsteht oft da, wo wir uns für was einsetzen, das größer ist als wir selbst. Etwas, das unserem Handeln Sinn gibt. Beim Drachenfest bekommen die Leute diesen Sinn für fünf Tage. Die spannende Frage ist: Wo finden wir ihn eigentlich im Alltag?