Denkmale, die verbinden
Foto: Brücke und Kirche in Wetzlar an der Lahn
Moderator/in: Heute ist wieder der bundesweite „Tag des offenen Denkmals“. Auch bei uns in Hessen können heute viele denkmalgeschützte Gebäude besichtigt werden, die sonst nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Natürlich kann man heute auch ganz viele kirchliche Gebäude anschauen. Was ist denn dieses Jahr das Leit-Thema?
NetzWERKE verbinden Menschen
Fabian Vogt: Das Motto heißt: „NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur“. Dahinter steckt eine spannende Idee: Manche Denkmale erzählen ja nicht nur von der Vergangenheit, sie zeigen auch, auf wie vielfältige Art Menschen miteinander vernetzt sind. Was ja unsere heutige Gesellschaft erst möglich macht.
Kirchen als Knotenpunkte
Zu solchen NetzWERKEN gehören Brücken, Bahnhöfe, Schiffe, Kraftwerke, Behörden, Krankenhäuser – aber natürlich auch Kirchen. Sie sind seit Jahrhunderten Orte, die dafür gebaut wurden, dass Menschen zusammen- und miteinander weiterkommen.
In Darmstadt kann man zum Beispiel den ehemaligen Rangierbahnhof und das Bahnbetriebswerk Kranichstein anschauen. Weil die Bahn ja auch vernetzt.
Moderator/in: Du würdest sagen: Kirchen sind Orte der Vernetzung?
Vom Netz zum Miteinander
Auf jeden Fall: Das Bild vom Netz passt auch gut. Viele einzelne Fäden werden erst stark, wenn sie miteinander verbunden sind. Zu den ersten Menschen, die Jesus in seinen Kreis rief, gehörten Fischer. Zu ihnen sagt er: „Ich will euch zu Menschenfischern machen.“ Für mich heißt das nicht: Menschen einfangen. Sondern Leute zusammenbringen. Damit niemand allein bleibt.