Fashion Week in Frankfurt
Moderator/in: Unter dem Motto „Reform the Future“ läuft seit Montag die “Fashion Week“ – die größte deutsche Modemesse, die die Hessen stolz nach Frankfurt geholt haben. Gut, natürlich ist wegen der Pandemie das meiste digital, aber ein bisschen Glamour und Glitter gibt’s natürlich trotzdem.
Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Was sagst du denn als Kirchenmann zum Thema „Modenschauen“?
Na, einiges. Erst mal steht in der Bibel: Das Leben soll man feiern und dazu gehört es, dass man schöne Kleider trägt. Schon deshalb mag ich Modeschauen.
Außerdem geht‘s ja bei der „Frankfurt Fashion Week“ diesmal stark um Nachhaltigkeit: Wie können wir dafür sorgen, dass unsere Kleidung nicht nur schön aussieht, sondern auch fair und gesund produziert wird?
Und drittens fasziniert mich, wie Kleider Menschen verändern. Ich sehe das ja an mir selbst: Ich ziehe natürlich ganz unterschiedliche Sachen an … je nachdem, ob ich zum Business-Termin, zum Tanzen, zum Joggen oder zum Fußballspiel gehe. Und das, was ich anhabe, macht was mit mir.
Nach dem Sprichwort „Kleider machen Leute“?
Ja, das Äußere wirkt auch nach innen. Ich glaube sogar, dass das noch weiter geht: Wir können auch unterschiedliche Charaktere „anziehen“. Und es lohnt sich mal zu überlegen: Wer bin ich wirklich? Und: Wer möchte ich sein?
Der christliche Glaube sagt ja: Du siehst dich selbst anders, wenn du glauben kannst, dass Gott dich liebt. Und in der Bibel heißt es tatsächlich: „Ihr solltet euer altes Leben wie alte Kleider ablegen. Zieht das neue Leben an, so wie ihr neue Kleider anzieht.“ Das nenne ich mal „Fashion Week“.