Mut fürs neue Jahr
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir“ (Jesaja 41,10) – Die Aussage ist auf jeden Fall alltagstauglich. Eine Mutter kann sie ihrem Kind mit auf den Weg geben, damit es sich nicht allein fühlt; ein Mann flüstert die Worte seiner Frau ins Ohr, wenn sie vor einer schweren Aufgabe steht; oder ein Mädchen, wenn sie ihrem Freund emotional beistehen will: Hab keine Angst, ich bin bei dir, ich denke an dich, ich lass dich nicht allein. Manche fügen sogar noch den Satz hinzu: ich spreche ein Gebet für dich.
Vertrauen im Alltag – Wie Worte Mut schenken
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“ Das ist eine Grußbotschaft, die Furcht bannen soll. Es sind Zeilen des Propheten Jesaja (41,10). Für mich ein Votum, das durch das kommende Jahr begleiten kann.
Ein Motto für den Jahreswechsel – Hoffnung statt Angst
Ein Motto, das ziemlich genau den Wendepunkt an der Schwelle des neuen Jahrs markiert: Denn wahrscheinlich kennen viele zurzeit etwas Furcht, selbst die, die sonst optimistisch sind. Ich habe den Eindruck, dass wir eine Arznei gegen die Furcht gut brauchen können. Ich will ja nicht wegschauen bei den zahlreichen Krisen der Welt. Umso mehr will ich wissen, was ich gegen dieses toxische Gefühl der Angst machen kann. Wie ich der Furcht aufrecht begegne.
Gegen die Angst – Nähe und Gemeinschaft als Heilmittel
Und da ist der prophetische Spruch willkommen: Hab keine Angst, fürchte dich nicht, ich bin mit dir. Angst wirkt meistens deshalb beklemmend, weil sie mit einem Rückzug einhergeht. Wenn ich mich ängstige, fühle ich mich abgesondert, alleingelassen. Da ist die Kontaktaufnahme ein erster Schritt, um die Beklemmung loszuwerden. Ich bin bei dir, du bist bei mir, wir sind nicht allein! Das erfordert ein Aufeinander Zugehen. Damit kann ich das Gefühl der Machtlosigkeit bändigen, an das die Angst gebunden ist. Die lähmende Ohnmacht wird in dem Moment beiseite geschoben, in dem ich mich mit anderen verbünde. Aktivität bringt Hoffnung, in der Gemeinschaft verblasst die Furcht allmählich.
Glaube als Kraftquelle – Mit Gott den Mut behalten
Die biblische Zusage geht aber noch einen Schritt weiter. Sie untermauert den Mut, auf andere zuzugehen, durch einen weiteren Aspekt. Es heißt ja ausdrücklich: „hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!“ Auch in solchen Situationen, in denen mir keiner zu Hilfe kommt, bin ich nicht allein. Diese Gewissheit ist hilfreich, weil es meine Perspektive ändert, wenn ich einen Verbündeten habe, der zu mir hält. Heute und in den Tagen des kommenden Jahres.