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Viertel, Dr. Matthias

Eine Sendung von

Evangelischer Pfarrer, Kassel

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Zukunft braucht Herkunft - Warum Rituale für den Neuanfang wichtig sind

Die Rituale zum Jahreswechsel

Das alte Jahr liegt nun schon zurück und das neue ist ein paar Stunden alt: Das Jahr 2026. Bei diesem Übergang geht es nicht nur um ein Datum oder eine beliebige Zahl. Die nützt allenfalls der Verwaltung. Der Wechsel der Jahre ist etwas sehr Persönliches. Viele blicken zurück, schauen voraus, und das hat existenzielle Bedeutung: Was war? Und was kommt? Diese Fragen stehen jetzt im Vordergrund. Es scheint so, als müsste jeder und jede eine Bilanz erstellen, um einen guten Start zu bekommen. 

Rückblicke - Eine persönliche Bilanz zwischen Vergangenheit und Zukunft

Rückblicke gehören deshalb untrennbar zum Übergang der Jahre. Sie sind wichtig, weil der Wechsel symbolischen Charakter hat. Er steht für den Neuanfang beziehungsweise für den Abschied vom Alten. In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar werden Chancen verteilt, denn die Chance auf Zukunft bedeutet: Du kannst dich verändern, du kannst die Schwerpunkte in deinem Leben neu setzen, Unliebsames von Bord stoßen, Lästiges in den Müll werfen. Dazu muss allerdings deutlich werden, was im letzten Jahr schlecht war und was ich zukünftig besser machen möchte. 

Rituale verstärken das Gefühl von Beständigkeit und Neubeginn im neuen Jahr

Rückblicke gehören zum neuen Jahr und auch Rituale! An keinem anderen Tag stehen die Rituale so hoch im Kurs. Es sind die Kleinigkeiten, die jetzt eine nicht zu unterschätzende Bedeutung erhalten: Luftschlangen und Konfetti für die einen, Berliner und Feuerwerk für die anderen. Für manche das Bleigießen, um einen nicht ganz ernst gemeinten Blick in die Zukunft zu wagen. Und dann geradezu obligatorisch, das Dinner for one, jene absurde Party der Miss Sophie, von der zumindest der entscheidende Satz auswendig mitgesprochen wird, damit es richtig Spaß macht: „By the way, the same procedure as last year, Miss Sophie? The same procedure as every year, James!" 

Welche Rituale zum Jahreswechsel haben Sie?

Die gleiche Prozedur, jedes Jahr wieder. Wahrscheinlich gibt es in jeder Familie solche Rituale. Wichtig ist, dass es immer gleichbleibt, hier ist Wiederholung gefragt, weil sie Vertrauen schafft. Pünktlich um 24 Uhr mit einem Glas Sekt anstoßen, ein Kuss für Familie und Freunde. Und dann der Start in die Zukunft mit dem Neujahrskonzert aus Wien. Seit 87 Jahren – und mit immer den gleichen Stücken von Johann Strauss, zumindest in den Zugaben. 

Musik: Johann Strauss, An der schönen blauen Donau, op. 314 (Wiener Philharmoniker, Herbert von Karajan)

An dieser Stelle wird Die schöne blaue Donau beim Neujahrskonzert traditionsgemäß vom Publikum durch Applaus unterbrochen. Auch das ist ein Ritual. 

Aber warum sind Rituale auf einmal so wichtig, obwohl Wiederholungen sonst eher als lästig und zeitraubend empfunden werden? Warum hängt an diesen Tagen nahezu die ganze Welt an dem Immergleichen und beschwört Traditionen? 

Silvester-Rituale wirken beruhigend und haben eine psychologische Funktion im Schnelligkeitstempo des Alltags

Verantwortlich dafür ist der symbolische Charakter des Jahreswechsels. An diesen Tagen, ja in den Minuten und Sekunden der Silvesternacht wird greifbar, wie stark das eigene Leben in die Zeit eingebunden ist. Ständig muss ich mich von Vertrautem verabschieden, um Platz für die Zukunft zu machen. Und dieser Wechsel zwischen Altem und Neuem ist eben nicht so eindeutig, wie es auf den ersten Blick erscheint, er ist sogar ausgesprochen ambivalent. 

Wie beeinflusst der Jahreswechsel unser Verständnis von Zeit, Vertrautem und Veränderung, und warum braucht der Mensch in dieser Ambivalenz Rituale zur Stabilisierung?

Es geht alles viel zu schnell. Oft kommen wir kaum noch hinterher in diesem rapiden Lebenstempo der vernetzten Welt. Ich habe den Eindruck, als eile die Zeit immer schneller dahin und ich hechele mehr schlecht als recht hinterher. Immer verbunden mit der Befürchtung: Ich komme nicht mehr mit und verpasse den Anschluss. Da ist es gut, an diesem Tag, der den Wechsel vom Alten zum Neuen markiert, innezuhalten, Körper und Geist Ruhe zu gönnen und die Seele nachkommen zu lassen. Dabei hilft es, dem Altvertrauten Platz einzuräumen. Und zu diesem Altvertrauten gehört auch das Weihnachtsoratorium von Bach, dessen vierter Teil für den Neujahrstag komponiert wurde.

Musik: Johann Sebastian Bach, „Jesu richte mein Beginnen“ Weihnachtsoratorium, Teil IV, Nr. 42 BWV

Rückblicke: Sich über Vergangenes Rechenschaft ablegen, dann erst kann ich die Zukunft planen

Kommen wir noch einmal zurück auf die Rückblicke, die so unmittelbar zum Jahreswechsel gehören. Es gibt dieses Bedürfnis, für einen Moment innezuhalten und auf den Ertrag der vergangenen Monate zu schauen. Was war da alles im politischen Geschehen, im Sport oder als kulturelles Highlight. Auch die eher persönlichen Erlebnisse verdienen Beachtung. Manche meiner Freunde versenden zum Jahresende einen Brief mit einer persönlichen Bilanz. Wobei nicht ganz klar ist, ob sie die Freunde damit informieren wollen, oder ob der Rückblick selbst Klarheit bringen soll. Häufig bekomme ich erst beim Aufschreiben der vergangenen Erlebnisse eine Übersicht, Zusammenhänge werden nun verständlich und manches bewertet sich im Nachhinein auch anders.

Diese Rückblicke gehören untrennbar zum Wechsel der Jahre. Es scheint so, als könne ich die Zukunft erst dann richtig planen, wenn ich mir Rechenschaft darüber abgelegt habe, was war. 

Rückblicke können auch Schaden anrichten, wie in der Geschichte von Lot und seiner Frau

Und doch sind Rückblicke ausgesprochen ambivalent. Nicht immer sind sie hilfreich, mitunter können sie auch Schaden anrichten. Im Alten Testament gibt es eine Geschichte, die sich speziell damit beschäftigt: Wie gehe ich mutig in die Zukunft, und wie schließe ich mit dem Vergangenen ab? Es ist die Geschichte von Lot und seiner Frau. 

“Lot lebte mit seiner Familie in der Stadt Sodom, einem Ort an dem Unrecht und Gewalt herrschten. Auch Lot wurde bedrängt, weil er Fremde beherbergt hatte, bis schließlich die Lage eskalierte: Pech und Schwefel regneten auf die Stadt herab. Allerdings sollte Lot mit seiner Familie aus dem Chaos gerettet werden. Zwei Engel führten sie aus dem Chaos und wiesen ihnen einen Weg in die Zukunft. Jedoch war diese Rettungsaktion mit einer dringenden Empfehlung verbunden. Sie sollten sich auf ihrer Flucht auf keinen Fall umdrehen. Wörtlich heißt es: „Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich, bleib auch nicht stehen“ Die Frau von Lot kann indes der Versuchung nicht widerstehen, sie schaut zurück und erstarrt augenblicklich zur Salzsäule.” (1. Mose 19, 1-26)

Die Weisung der Engel ist aus heutiger Sicht irritierend, denn heute gilt: bewusst zurückschauen

Die Weisung der Engel klingt merkwürdig, sie sollen auf dem Weg aus dem Elend in eine ungewisse Zukunft auf keinen Fall zurückzuschauen. Psychoanalytiker unserer Tage würde sie irritieren, immerhin basiert die Therapie gerade darauf, die Vergangenheit zu bewältigen, indem man sich ihr stellt. Bei dem Übergang vom alten zum neuen Jahr handelt es sich zwar nicht um eine Therapie, aber es geht um das gleiche: innehalten, bewusst zurückschauen, das Gewesene einschätzen. 

Die Anweisung, die Lot mit auf den Weg bekommt, widerspricht dem, macht aber trotzdem Sinn: „Dreh‘ dich nicht um und bleib auch nicht stehen!“ Das gilt in Situationen, bei denen ich Angst vor dem Schritt in die Zukunft verspüre. Lots Frau wird von solchen Bedenken hin und hergeworfen, sie blickt zurück auf das, was ihr Leben bisher bestimmt hat. Und dieser Blick blockiert, sie erstarrt. 

Manchmal ist es besser nicht zurückzuschauen, sondern den Blick auf die neuen Chancen in der Zukunft zu richten

Um Katastrophen zu entkommen, ist der ungetrübte Bick nach vorne überlebenswichtig. Auch bei weniger dramatischen Konflikten ist die Empfehlung bedenkenswert: Bleib nicht stehen und schau nicht zurück! Die Lasten könnten erdrücken, ein Neustart wäre kaum möglich. Wo sich lähmende Starre breit macht, da greift der Engel nach der Hand Lots und führt in Neuland. 

Die Zukunft soll Neues bringen, das Leben soll sich verändern, neuer Anfang bedeutet neue Chancen. Aber dafür muss ich das Vertraute der Vergangenheit zurücklassen. 

Musik: Johann Sebastian Bach, „Lass uns, o höchster Gott, das Jahr vollbringen", BVW 41, Aria, (Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt, Soloist of the Wiener Sängerknaben)

Die Ambivalenz des Neuen

Bei Katastrophen ist schnelles Handeln gefragt, Rückblicke blockieren dann nur, wie die Geschichte von Lot ausführt. Bei den meisten Konflikten ist es sinnvoll, den Blick strikt nach vorne zu richten, um dem Kreislauf von Schuldzuweisung und Vergeltung zu entkommen. 

Auf die Vergangenheit zu starren, kann gefährlich sein, Aber meistens sind die Blicke zurück genauso wichtig wie jene nach vorne. Gerade zum Jahreswechsel brauchen wir beides: ich will zurückschauen, teils kritisch, teils nostalgisch; ich brauche aber auch den mutigen Blick voraus. Und wie beides im religiösen Leben zusammenhängt, verdeutlicht ein Ritual, das im jüdischen Glauben eine zentrale Bedeutung hat:

Rosch ha-Shana als Beispiel für Versöhnung und Neuanfang

“Das jüdische Neujahrsfest, Rosch ha-Shana, ist direkt mit einem zweiten Feiertag verbunden, dem Versöhnungsfest. Am 10. Tag nach Neujahr wird es gefeiert, und zwar als eine Art Aussöhnung mit Gott und der Welt. Aber dafür gibt es eine Voraussetzung. Man hat rund eine Woche Zeit, um Streitigkeiten beizulegen und seine Mitmenschen um Verzeihung zu bitten für das, was im letzten Jahr zu Unstimmigkeiten geführt hat. Und diese Versöhnung muss in der persönlichen Begegnung stattfinden, einfach eine Mail zu senden genügt nicht.”

Die Versöhnung ist eine Voraussetzung, wenn ich mit guten Vorsätzen den Neuanfang suche. Dafür brauche ich nicht unbedingt das Versöhnungsfest. Aber das Ritual, sich mit Freunden, Nachbarn, Kollegen und Familienmitgliedern zu Jahresbeginn auszusöhnen, ist nachahmenswert.

Rituale können helfen mit der Angst vor der Ungewissheit des Zukünftigen fertig zu werden

Und noch aus einem anderen Grund sind Rituale so wichtig. Und das hängt mit der Ungewissheit zusammen, die mit allem Zukünftigen verbunden ist. Die Zukunft hat eine wichtige Aufgabe: Sie soll Neues bringen, unser aller Leben verändern und angenehmer gestalten. Von vielen Probleme werden Lösungen erwartet, Medikamente gegen Krankheiten, digitale Technologien für einfache Kommunikation, und die vielen Maschinen, die uns die Handarbeit abnehmen. Diese Entwicklung bietet viele Vorteile, aber sie hat auch Schattenseiten. Da ist erstmal die Umwelt, die durch den ungeheuren Energiebedarf immer mehr strapaziert wird. Ganz zu schweigen von der Ausbeutung der Erde, denn Technologien brauchen Rohstoffe, immer mehr und immer seltenere.

Aber auch ich stehe wenigstens zur Hälfte in diesem Schatten, weil ich diesem Fortschritt kaum gewachsen bin. Die Welt entwickelt sich im rasanten Tempo. Technologien sind schnell veraltet, ständig muss ich mich auf etwas Neues einstellen und nicht selten hinke ich da hinterher. 

Der Mensch lebt zum großen Teil von Erfahrungen und Erlebnissen in der Vergangenheit

Zu viele Veränderungen in zu hohem Tempo überfordern. Dann wirkt die Zukunft nicht mehr nur verheißungsvoll, sondern macht Angst. Ich kann mich nicht so schnell ändern wie Programme in den Computern, ich lebe eben zum großen Teil von Erfahrungen und Erlebnissen, die mich in der Vergangenheit geprägt haben. Wichtig sind alte Beziehungen zu Freunden, ehemaligen Kollegen und natürlich zur Familie. Das Gewesene ist nicht nur in der Erinnerung wichtig, es bestimmt auch den Kern meiner aktuellen Persönlichkeit. 

Das Bedürfnis nach Beständigkeit rebelliert gegen den Modernitätsschub

Das ist der Moment, in dem sich im Gemüt eine Art Gegenbewegung etabliert: Das Bedürfnis nach Beständigkeit rebelliert gegen den Modernitätsschub. Und hier kommt die Stunde der Rituale. Sie werden auf einmal wichtig, so als könnten sie den allzu rasanten Fortschritt aufhalten oder zumindest verlangsamen. Rituale helfen mir, die Befürchtungen angesichts der ungewissen Zukunft zu kompensieren. Deshalb klammern wir uns an die Traditionen, an die immer gleichen Rituale und natürlich an die Musik, die uns dabei hilft, Gefühle aus der Vergangenheit in die Zukunft zu übernehmen.

Musik: Johann Sebastian Bach, „All solch dein Güt‘ wir preisen, Vater in‘s Himmels Thron die du uns tust beweisen, durch Jesum deinen Sohn. Und bitten ferner dich, gib uns ein friedlich Jahre vor alles Leid bewahre und nähr‘ uns mildiglich.“ BWV 16, Kantate, Choral, (Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner)

Um den Fortschritt zu bewältigen, brauchen wir Religion 

Heute, am 1. Januar, liegt das Neue Jahr ganz unverbraucht vor uns. Es beinhaltet noch alle Möglichkeiten, birgt Chancen genauso wie Gefahren. Wer sich jetzt aufmacht, den Weg in die Zukunft zu gestalten, braucht beides: Die Bereitschaft, sich auf Unbekanntes einzulassen, aber genauso die Sicherheit der Tradition. Niemand kann derzeit abschätzen, welchen Modernitätsschub uns durch die künstliche Intelligenz zukünftig abverlangt wird. Mehr denn je muss die Ungewissheit kompensiert werden, durch das, was vertraut ist. Deshalb sind Rituale so wichtig. Und deshalb brauchen wir unbedingt Religion, um den Weg in die Zukunft bewältigen zu können, denn Rituale sind Ausdrucksformen des gelebten Glaubens. 

In jedem Ritual steckt ein Körnchen Religiosität

In jedem Ritual steckt ein Körnchen Religiosität. Deshalb empfinden wir die gewohnte Wiederholung als so wohltuend und beruhigend, weil sie auf das hinweist, was nicht dem Wandel der Zeit unterworfen ist. Und wenn diese immer gleiche Prozedur auch noch mit fröhlichem Optimismus daherkommt, wie bei James und Miss Sophie, umso besser: „By the way, same procedure as last year, Miss Sophie? The same procedure as every year, James. Well, I do my very best“

Rituale können sich ändern, aber sie stehen immer noch für das Bedürfnis, das was für uns wichtig ist, durch wiederkehrende Handlungen über den Wandel der Zeit zu bewahren

Die Formen der Rituale ändern sich mit der Zeit. Mitunter verlieren sie ihre ursprünglich religiöse Bedeutung und nehmen sogar banale Formen an. Aber doch bergen alle Rituale das gleiche Bedürfnis, nämlich den Wunsch, das, was wirklich wichtig ist, durch wiederkehrende Handlungen über den Wandel der Zeit zu bewahren. Das immer Gleiche drückt aus, was Generationen geleitet hat und in der Zukunft nicht verloren gehen soll. Für Christen ist es der Glaube an die Kraft der Menschlichkeit, das Vertrauen auf die Liebe, die Hoffnung auf einen fürsorgenden Gott. Und die Leichtigkeit, das als Chance zu begreifen. Darum geht es letztlich bei den symbolischen Handlungen zum Jahreswechsel.

Religion und Tradition bieten ein Reservoir an Geborgenheit

Deshalb wird die Religion wichtiger, je schneller der Fortschritt antreibt. Die Traditionen bieten ein Reservoir an Geborgenheit. Sie sprechen gerade dann für eine menschliche Zukunft, wenn Computer und Maschinen immer stärker in das Leben eingreifen. 

Der Glaube bietet eine eiserne Ration an Vertrautem

Zukunft braucht Herkunft, das meint: Wenn ich als Christ zum Jahreswechsel in die Zukunft blicke, erinnere ich mich an die eiserne Ration an Vertrautem, die der Glaube mir bietet: Geschichten, die den Menschen seit Generationen Orientierung bieten; Rituale wie das Gebet, das mir einen Dialog über alle Grenzen hinausgehend ermöglicht; Musik und Lieder, die mich einbetten in eine auf Hoffnung und Liebe ausgerichtete Welt. 

In der prägnanten Sprache der Bibel wird das in einem kurzen Spruch ausgedrückt. In seinem zweiten Brief an Timotheus schreibt Paulus: „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.“ (2.Timotheus 1,7)

Einen besseren Bibelvers für den Übergang zum Jahr 2026 kann ich mir kaum vorstellen. Zukunft braucht Herkunft; Fortschritt braucht Traditionen; wir brauchen Rituale und religiöse Besinnung, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können. Auf diese Weise bekomme ich Kraft und Liebe und Besonnenheit, um die Furcht zu vertreiben. So verspüre ich für einen Augenblick das Gefühl: Das, was war, war richtig; und das, was kommt, wird gut werden, weil es mein Leben ist, einzigartig, dafür gibt Gott uns Kraft und Liebe und Besonnenheit. Damit kann ich dem Jahr 2026 zuversichtlich entgegensehen. 

Musik: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (Simon Becker-Foss, Saxophon)