Orte, die gut tun
Viele Menschen haben einen Ort, der ihnen besonders guttut. Einen Ort, an den sie immer wieder zurückkehren. Wo sie durchatmen können. Wo die Gedanken ruhiger werden. Ich habe so einen Ort: die niederländische Insel Texel.
Ganz unerwartet wurde Texel für mich ein Ort der Ruhe
Ich weiß noch genau, wie ich das erste Mal dort war – Abifahrt 2010. Eigentlich hatte ich da gar keine Lust drauf. Aber – ich wurde überrascht. Ich fands super schön auf der Insel. Seitdem zieht es mich immer wieder dorthin. Das Meer. Der Wind. Die Weite. Schon wenn die Fähre auf der Insel anlegt, merke ich: Irgendetwas verändert sich. Ich werde ruhiger.
Natürlich nimmt mir die Insel nicht alle Sorgen ab und löst keine Probleme. Aber sie hilft mir, Abstand zu gewinnen. Vieles wirkt plötzlich nicht mehr ganz so groß. Und manches wird wieder klarer.
Warum brauchen Menschen Orte zum Krafttanken?
Viele Menschen kennen solche Orte. Für die einen ist es eine kleine Kapelle am Waldrand. Für andere ein Berggipfel, eine Bank am See oder eine bestimmte Stadt. Manche fahren immer wieder an denselben Urlaubsort. Andere besuchen einen Wallfahrtsort oder setzen sich für ein paar Minuten in eine Kirche.
Mich fasziniert, welche Kraft solche Orte haben können. Sie schenken Ruhe. Sie helfen dabei, die Gedanken zu sortieren. Und manchmal erinnern sie uns daran: Das Leben besteht aus mehr als Terminen, Verpflichtungen und dem, was gerade drängt.
Auch Jesus zog sich immer wieder an Orte der Stille zurück
Auch in der Bibel spielen solche Orte eine Rolle. Jesus zieht sich immer wieder zurück. Auf einen Berg. An einen See. An Orte der Stille. Nicht um vor dem Leben wegzulaufen, sondern um Kraft für das Leben zu sammeln.
Vielleicht haben Sie auch so einen Ort. Einen Ort, der Ihnen guttut und an dem Sie gerne sind. Und falls nicht, dann lohnt es sich vielleicht, die Augen offen zu halten. Denn manchmal findet man genau dort neue Kraft, wo man sie gar nicht gesucht hat.