Mariä Lichtmess
Der Februar ist für mich so ein Übergangsmonat. Der Winter ist noch da und der Frühling lässt sich höchstens erahnen. Mir macht diese Zeit irgendwie zu schaffen. Ich habe genug von der Kälte und der Dunkelheit. Genau in dieser Zeit kann ich kleine Licht-Momente gebrauchen.
Kerzenlicht als stilles Zeichen der Orientierung
Deshalb freue ich mich über das Fest, das heute im katholischen Kirchenkalender steht: „Darstellung des Herrn“. Im Volksmund besser bekannt als: Mariä Lichtmess. In der Dunkelheit und Kälte dieses Monats setzt Lichtmess an: nicht laut, nicht so feierlich wie Weihnachten – sondern leise und klar.
Der Name des Festes erzählt bereits, worum es geht: um Licht. In katholischen Gottesdiensten werden heute traditionell Kerzen gesegnet. Lichter werden entzündet. Nicht als großes Spektakel, sondern als stilles Zeichen. Ein Zeichen dafür, dass Licht Orientierung geben kann. Gerade dann, wenn vieles noch dunkel wirkt.
Hoffnung beginnt fast immer im Kleinen
Für mich ist dieser Tag eine Erinnerung daran, dass Hoffnung selten im Großen beginnt. Sondern fast immer im Kleinen. Ein Gedanke, der guttut. Ein Satz, der hängen bleibt. Ein Moment, in dem jemand wirklich zuhört. Oder ein Augenblick der Stille, in dem ich wieder bei mir selbst ankomme.
Im Alltag übersehe ich das leicht. Zwischen Terminen, Nachrichten und To-Do-Listen
geht das Feine oft verloren. Dabei braucht es manchmal nur wenig, damit sich etwas verändert.
Wo und für wen, könnte ich heute ein kleines Licht sein?
Wenn ich manchmal auf der Suche nach kleinen Licht-Momenten bin, dann mache ich folgendes: Ich mache bewusst eine Pause in meinem Alltag. Nicht lange. Nur einen Moment. Ich zünde eine Kerze an. Oder lasse bewusst Licht ins Zimmer. Ich atme einmal tief durch und nehme wahr, was gerade da ist. Und dann stelle ich mir die Frage: Wo könnte ich heute ein kleines Licht sein? Für mich selbst. Oder für jemanden, dem ich begegne.
Manchmal macht schon ein kleiner Funke den Tag heller
Oft merke ich erst später, welche Kraft solche Augenblicke haben. Wie sehr sie nachwirken. Und wie viel sie tragen können.
Lichtmess – oder Darstellung des Herrn – erinnert mich genau daran: Dass Licht nicht überwältigen muss, um wirksam zu sein. Manchmal genügt ein Funke. Still. Unscheinbar. Aber beständig. Und vielleicht ist es genau dieser kleine Funke, der den Tag heller macht – für mich selbst und für andere.