Lisa zählt Stimmen aus
Anmoderation: Am Sonntag, 15. März 2026, sind die Wahllokale in Hessen geöffnet. Fast fünf Millionen Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben für die Besetzung des Ortsbeirates, der Gemeindevertretung, der Stadtverordnetenversammlung, der Kreistage. Außerdem geht es in vielen Städten auch um das Bürgermeisteramt, in Hanau um die Nachfolge des Oberbürgermeisters. Ganz schön viel organisatorischer Aufwand. Andrea Seeger von der evangelischen Kirche spricht mit einer Wahlhelferin und fragt, warum sie das macht.
Kommunalwahl in Hessen: Warum sich Lisa als Wahlhelferin engagiert
Morgen ist Wahlsonntag in Hessen - Kommunalwahl. In Limburg wird Lisa Briefwahlstimmen auszählen. Zum zweiten Mal ist sie bei einer Wahl im Einsatz. Sie wird genügend Proviant mitnehmen – denn es wird vermutlich ein langer Abend. Ganz schön aufwendig, so eine Wahl! Man kann nicht nur eine Partei ankreuzen. Auch einzelne Personen und die auch noch mit bis zu drei Stimmen.
Demokratie leben – inspiriert vom christlichen Glauben
Lisa ist 35. Sie ist Wahlhelferin, weil sie sich gefragt hat: Was kann ich tun für diese Demokratie? Denn die ist ihr wichtig. Ihr christlicher Glaube zeigt ihr: In einer Demokratie setzen sich die Starken für Schwächere ein. „Einer trage des anderen Last“, so sagt es schon die Bibel Galater 6,2. Ich finde, das ist ein schönes Bild dafür, wie Solidarität aussieht – und was Gemeinwohl eigentlich meint. Niemand regiert allein. Niemand trägt allein die Last.
Engagement mit Herz: Wie Familie Demokratie vorlebt
Lisa sorgt sich, weil es Kräfte gibt, die diese Demokratie zerstören wollen. Deswegen engagiert sie sich. Und auch, weil sie es nicht anders kennt. Lisas Wahl-Bild kommt aus der Kindheit. Der Vater, der an Wahlsonntagen stets im Einsatz bei der Wahl war. Die Mutter, die sie mit in die Wahlkabine nahm. Ihren Satz hört sie noch: „Du darfst aber nicht verraten, was ich angekreuzt habe". Wahlen sind für sie nicht selbstverständlich, sondern etwas Besonderes.
Ehrenamt verbindet Generationen – gemeinsam für gelebte Demokratie
Auch Lisas 86-jähriger Nachbar macht mit als Wahlhelfer. Er lebt allein – und wird es genießen, mal wieder unter vielen Menschen zu sein. Ein anderer Nachbar ist dabei und sagt pragmatisch: Muss halt gemacht werden! Also macht er es.
Alle drei zusammen halten das aufrecht, was so leicht für selbstverständlich gehalten werden kann. Und vielleicht ist der wichtigste Gedanke bei allen: Ich bin ein Teil von etwas. Und ich trage meinen Teil bei.