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Kitz, Verena Maria

Eine Sendung von
Verena Maria Kitz,
Katholische Pastoralreferentin in St. Michael, Zentrum für Trauerseelsorge, Frankfurt

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Ein fröhlicher, gelber Smiley trägt eine bunte Kopfbedeckung und runde Sonnenbrillen mit lila Gläsern. Er zeigt mit beiden Händen das Zeichen für Frieden und Freundschaft. Der Gesichtsausdruck ist lächelnd und einladend.

Ein bisschen schräg

Ich hab neulich einen Aufkleber geschenkt bekommen mit einem besonderen Smiley drauf, der hatte ein schräges Lächeln! Und der Initiator dieser Smileys, Marcel Friedrich heißt er, hat sein Motto gleich mitgeliefert: „Ich bin schräg, wir alle sind ein bisschen schräg und damit können wir uns alle Mut machen.“

Genau diese Botschaft unter die Leute bringen

Marcel Friedrich war ein ziemlich erfolgreicher Sportjournalist, hat seinen Traumberuf aber dran gegeben, um seiner Berufung zu folgen. Und die Berufung ist: Genau diese Botschaft unter die Leute zu bringen. Denn er ist selber ein bisschen schräg auf die Welt gekommen, wie er sagt. Durch eine genetische Veränderung, das sogennante Möbius-Syndrom, fehlen ihm einige Nerven im Gesicht. Das führt dazu, dass die eine Hälfte seines Gesichts etwas schräg ist.

Mich hat das total angerührt

Er hat freimütig erzählt, wie schwer es ihm das gemacht hat als Kind. Schwer, von sich selbst überzeugt zu sein. Aber irgendwann ist ihm klar geworden, so habe ich auch sein Motto verstanden: Ich bin schräg, alle sind ein bisschen schräg - und genau so können wir uns gegenseitig Mut machen.

Mich hat das total angerührt. Wir leben in einer Zeit, in der Menschen, die etwas aus der Norm fallen, angegangen werden oder sogar angefeindet. Da finde ich das nicht nur mutig. Das ist es absolut. Sondern auch total ermutigend. Sein Mut macht mir Mut, zu dem zu stehen, wo ich anders bin. 

Der schräge Smiley begleitet mich seitdem

Zum Projekt von Marcel Friedrich gehört es auch, mit Leuten zu reden, die, wie er sagt, auch ein Päckchen zu tragen haben. Und wie sie gelernt haben, damit umzugehen. Davon erzählt er wieder anderen. Und das alles macht Mut. Gott sei Dank! Und das mit dem Gott sei Dank, das meine ich auch buchstäblich so. 

Denn ich vertraue darauf: Wir sind alle mit unseren Eigenschaften und auch Eigenarten genauso von Gott gewollt und geliebt. Und es ist eine Bereicherung, dass wir so verschieden sind. Der schräge Smiley begleitet mich seitdem – und erinnert mich dran: Ich bin schräg, wir alle sind ein bisschen schräg und so können wir einander Mut machen!

Link-Tipp: mutmacher-menschen.de