Aufräumen
Ist es bei Ihnen gut aufgeräumt? Und: Was ist eigentlich „gut aufgeräumt“?
Wie viel Ordnung ist normal? Zwischen Chaos und Perfektion
Ob das die Mitte auf einer Zehnerskala ist: Zwischen 0 Punkte, Chaos-Messi-Bude, und 10 Punkte, wie ein steriler Ausstellungsraum im Möbelhaus?
Und dann gibt es ja noch die Phasen, wo es mal so und mal so ist: Wenn Besuch kommt, werde ich mit meiner Frau zum Hochleistungs-Aufräumer. Wenn man umgekehrt weder Nerv noch Anlass hat, liegen hier und da Sachen auch mal wochenlang rum.
Was ist ein aufgeräumtes Zuhause – und wie viel Unordnung gehört dazu?
Also nochmal: Ist bei Ihnen gut aufgeräumt? Meinem Zuhause darf man schon ansehen, dass ich da lebe – und das enthält dann auch Spurenelemente von Unordnung. So ist das Leben. Aber es soll auch keinen der Schlag treffen, wenn ich etwa ins Krankenhaus muss und er mir aus meiner Wohnung ein paar Klamotten holen soll. Und: Wenn ich aufgeräumt habe, fühlt sich´s gut an.
Ordnung halten im Innenleben
Ist bei mir gut aufgeräumt, ist eigentlich auch eine gute Frage, wenn es gar nicht um mein Zuhause geht. Es gibt ja auch ein Innenleben, was einer Wohnung gleicht:
Wie bringen wir Ordnung in Gedanken und Gefühle?
Im Oberstübchen kann es mit dem, was mir Gedanken macht, drunter und drüber gehen. Auf der Etage des Gefühlslebens auch. Manches im Leben kriege ich nicht eingeordnet. Wie umgehen mit einem Kollegen, der mich mit seinem Hin und Her dazu bringt, ein Register nach dem anderen zu ziehen, bis ich selbst ganz wuschig und unaufgeräumt bin? Die innere Wohnung muss ja nicht aussehen, wie bei Hempels unterm Sofa, aber manchen Konflikt kehre ich schon mal unter den Teppich. Aussitzen statt Aufräumen und klären.
Innere Ordnung schaffen: Gott als Unterstützer
Vielleicht braucht es auch fürs Innenleben ab und an Besuch. Am besten einen, der mit anpackt. Aufräumen ist im Team immer leichter: Dinge angehen, sortieren, wegräumen und -werfen. Oder wie wir schön im Deutschen sagen: Ins-Reine-Kommen. Ich glaube, dass ist genau Gottes Ding mit uns: Unaufgeräumtes angehen, Klärungen, Vergebung. Mir hilft Gebet. Impulse aus der Bibel. Orientierung an guten Regeln wie den 10 Geboten.
Früher sprach man fromm von „Bekehrung“. Das heißt wohl: Gott schwingt mit uns den Besen, damit wir aufgeräumter leben und es sich gut anfühlt: innen wie außen.