hr1 ZUSPRUCH
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Klewitz, Ute

Eine Sendung von
Ute Klewitz,
Pastoralreferentin, Mentorin für Lehramtsstudierende mit dem Fach Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz

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Ein modernes Büro mit einem Holzschreibtisch, auf dem ein Laptop und Schreibutensilien liegen. Links steht ein kleiner Kaktus in einem Topf, im Hintergrund ist ein Poster und eine Lampe sichtbar. Ein Stuhl steht am Tisch, der Raum wirkt hell und einladend.

Arbeitssicherheit ist sinnvoll

Vor einiger Zeit hat unser Geschäftsführer das Thema „Sicherheit am Arbeitsplatz“ auf die Tagesordnung gesetzt. Er hat uns dann erklärt: Jedes Büro wird ab jetzt geprüft und es wird dann dokumentiert, was jeden Arbeitsplatz sicher macht. Ich habe damals erst mal gedacht: „Auch das noch! Noch mehr Verwaltung.“ 

Meine Augen tränen nicht mehr so viel

Mein Büro ist dann genau angeschaut worden. Und anders als erwartet war ich überrascht, wie sinnvoll dieser Blick auf meine Arbeitssicherheit war. Mein Schreibtisch ist nun höhenverstellbar und auch die Lichtverhältnisse sind verbessert worden. Das tut meinem Rücken gut und meine Augen tränen nicht mehr so viel. 

Auch unsere Gesprächskultur wurde gestärkt

Dieser Blick auf die Arbeitssicherheit hat bei uns im Team aber nicht nur das körperliche Befinden verbessert, sondern auch unsere Gesprächskultur gestärkt. Gemeinsam überlegen wir nun öfters mal, wie wir unsere Arbeitsplätze weiter entwickeln können: z.B. durch gute Schreibtischstühle, Bilder, die Geräusche dämmen, Pflanzen, die das Raumklima verbessern. 

„Auch das noch!“ 

Mein Arbeitsplatz ist trotzdem nicht zum Paradies geworden. Auf der Arbeit gibt es auch weiterhin Konflikte und Streitgespräche, aber die Themen von Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz haben auch dazu geführt, dass wir mehr Verständnis füreinander haben und gemeinsam Ideen entwickeln. Aus meinem „Auch das noch!“ ist ein „Danke!“ geworden an meinem Arbeitgeber Kirche.

Es kümmert sich niemand darum

Mir ist bewusst: Andere stehen bei ihren Arbeitsstellen vor ganz anderen Herausforderungen, was die Sicherheit und Gesundheit an ihrem Arbeitsplatz angeht. Es gibt sicherlich Arbeitgeber, bei denen sich niemand darum kümmert. Und Arbeiter*innen trauen sich nicht, bessere Bedingungen einzufordern aus Angst, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. 

Sicher und gesund arbeiten

Heute ist der „Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz“. Ich hoffe, er kann dazu beitragen, dass immer mehr Menschen sicher und gesund arbeiten können.