hr4 ÜBRIGENS
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Stehling, Daniel

Eine Sendung von
Daniel Stehling,
Katholischer Pastoralreferent und Religionslehrer, Fulda

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Eine Vielzahl von braunen Schokoladenstücken ist aufeinander gestapelt. Einige Stücke sind zerbrochen und verstreut, was eine ansprechende und verlockende Anordnung von Schokolade zeigt. Der Hintergrund ist dunkel, wodurch die Schokolade hervorgehoben wird.

Zum Dahinschmelzen – der Tag der Schokolade

Heute, am 7. Juli, wird in den USA der Tag der Schokolade gefeiert. Schade, dass es diesen zugegebenermaßen etwas kuriosen Gedenktag nicht bei uns in Deutschland gibt, denn ich esse für mein Leben gerne Schokolade! Vielleicht Sie ja auch. Neben dem himmlischen Geschmack, den ich so liebe, regt sie mich auch zum Nachdenken an. 

Schokolade – etwas Besonderes

Schokolade ist für viele Menschen etwas Besonderes. Sie gehört nicht zu den Dingen, die wir unbedingt zum Überleben brauchen und die wir uns wegen des hohen Preises auch nicht dauernd leisten können. Und doch versüßt sie uns das Leben und macht es lebenswerter. Ein kleines Stück dieser schokobraunen Süßigkeit kann einen grauen Tag aufhellen. Es kann Erinnerungen wecken oder Entspannung schenken. Schokolade kann auch als Geschenk ein Zeichen des Dankes, des Trostes, der Zuneigung sein, denn Schokolade macht Freude!

Schokolade – Zeichen der Güte und Freundlichkeit Gottes

Mich erinnert Schokolade immer auch an meinen christlichen Glauben. In der Bibel begegnet uns immer wieder der Gedanke, dass das Leben schön und vielfältig ist – weil Gott uns nicht nur das Notwendige schenkt, sondern darüber hinaus auch das, was unser Leben reich und lebenswert macht. Frisches Brot, bunte Blumen, saftiges Obst und Gemüse, wärmende Sonnenstrahlen – und auch die süße Freude an einem Stück Schokolade. Im Psalm 34 heißt es: „Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist.“ (Psalm 34,9) Für mich ist das eine Einladung, Gottes Güte ganz konkret zu erfahren. Manchmal zeigt sie sich in den kleinen Dingen des Alltags – und wird sogar in einem Stück Schokolade spürbar und schmeckbar.

Das Gute bewusst und dankbar genießen

In diesem Sinn ist der heutige Tag der Schokolade für mich gar nicht mehr so kurios, sondern eine Gelegenheit, bewusst zu genießen. Nicht hastig und gedankenlos, sondern ganz aufmerksam. Dankbar für das Gute, das mir geschenkt wird. So wünsche ich auch Ihnen Momente, in denen Sie etwas von der Freundlichkeit Gottes entdecken – vielleicht sogar, wie ich, in einem kleinen Stück Schokolade.