hr4 ÜBRIGENS
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Koch-Zeißig, Jana

Eine Sendung von

Ev. Pfarrerin in Fulda

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Wählen gehen

Heute ist Sonntag. Und heute ist Wahltag. In Hessen werden die kommunalen Vertretungen gewählt. Die Menschen, die darüber entscheiden, wie es hier bei uns weitergeht. In der Stadt. Im Dorf. In der Nachbarschaft.

Von Verwaltung zur Lebenswirklichkeit: Der Alltag der Kommunalpolitik

Kommunalwahl – das klingt erst einmal nach Verwaltung, nach Sitzungen, nach Papieren. Aber eigentlich geht es um etwas sehr Konkretes. Um den Spielplatz um die Ecke. Um den Bus, der morgens fährt – oder eben nicht. Um die Feuerwehr, die Schule, das Pflegeheim. Um Orte, an denen unser Leben stattfindet.

Wie der Glaube das Lokale sichtbar macht

„Suchet der Stadt Bestes.“ (Jeremia 29,7) Ein alter Satz aus der Bibel. Und doch erstaunlich aktuell. Denn der christliche Glaube schaut nicht zuerst auf das Große und Ferne. Er beginnt im Nahen. Bei den Menschen, mit denen wir Tür an Tür leben. An dem Ort, den wir Heimat nennen.

Wählen gehen heißt Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen

Wählen gehen heißt: Ich mische mich ein. Ich überlasse das Zusammenleben nicht dem Zufall. Ich übernehme Verantwortung. So, wie ich es kann.

Keine Wahl ist perfekt

Natürlich ist keine Wahl perfekt. Keine Entscheidung ohne Zweifel. Und keine Gemeinde ohne Probleme. Aber Demokratie lebt davon, dass Menschen sich beteiligen. Dass sie ihre Stimme erheben – auch dann, wenn es mühsam ist. Oder wenn sie nicht sicher sind, ob sie etwas bewirken.

Nicht wegsehen, sondern handeln: Der christliche Auftrag zum Mitmachen

Im christlichen Glauben geht es oft genau darum: Nicht wegsehen. Nicht resignieren.
Sondern sich einbringen – mit dem, was man hat. Heute ist ein guter Tag dafür. Vielleicht gehen Sie nachher wählen. Vielleicht waren Sie schon. Ein wichtiger Schritt. Für das Zusammenleben. Für die Zukunft vor unserer Haustür.