Streit zwischen Farbeimern und Pinseln
Der Baumarkt ist ein Ort, an dem Leben sich verdichtet.
Ich überlege grade, was ich aus dem Baumarkt brauche und stehe da unschlüssig zwischen Regalen mit Tapeten, Farben und Pinseln. Da bekomme ich mit, wie ein Paar mittleren Alters über die Renovierung ihres Wohnzimmers spricht.
Alltagsszenen, die mehr erzählen als Worte
Die Frau schlägt vor, alles in einem zarten Beige zu streichen. Der Mann verdreht die Augen und erklärt ihr, das ist so langweilig. Wortreich und besserwisserisch wischt er ihre Vorstellung vom Tisch.
Wenn Ideen auf Ablehnung stoßen
Wie willst Du es denn haben, fragt die Frau. Darauf macht er einen komplizierten Vorschlag, bei dem die Worte „Schwammtechnik“ und „Bordüren“ fallen. Sie schüttelt den Kopf und sagt: „Sowas kannst du doch gar nicht.
Wenn Worte verletzen
Du bist schließlich Postbote und kein Maler”. Nichts gegen Postboten, sagt sie noch – aber ein Maler hätte das schließlich gelernt, und er eben nicht.
Der Mann grummelt in sich hinein und verschwindet zwischen den Regalen.
Wenn Distanz entsteht
Die Frau atmet tief ein und starrt vor sich hin.
Ich verschwinde aus dieser peinlichen Situation.
Das Ehepaar wird aber in dieser Situation bleiben. Es wäre schön, wenn sie es schaffen, liebevoller miteinander umzugehen.
Warum machen wir es uns gegenseitig schwer?
Eigentlich wollen sie doch nur es sich etwas schöner in ihrer Wohnung machen – und dabei machen sie sich gegenseitig das Leben schwer.
Respekt im Alltag – oft leichter gesagt als gelebt
„Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie leicht es im Alltag passieren kann, die Achtung voreinander zu verlieren, wie schnell man sich verletzt.
Was verändert sich, wenn ich den anderen anders sehe?
Im anderen das Ebenbild Gottes sehen - wo das gelingt, begegne ich dem anderen mit Respekt, gehe liebevoll mit ihm um.
Im anderen Gottes Ebenbild sehen, vermeidet unschöne Szenen wie die im Baumarkt.