Ein bisschen Geduld
Heute Morgen stand ich am Fenster und sah den Himmel über unserem Ort. Ein zarter Lichtstreifen kündigte den Sonnenaufgang an, aber der Nebel hing noch tief über den Feldern. Ich musste warten. Auf das Licht, auf den Tag, auf den Anfang.
Warten und sich in Geduld üben
Warten ist so ein seltsames Gefühl. Manchmal bin ich ganz ungeduldig. Manchmal ist es mühsam. Und manchmal passiert genau in dieser Zeit etwas Schönes: Ich nehme die kleinen Dinge wahr, die ich sonst übersehe.
Warten als Ritual
Bei uns zu Hause ist das Warten fast ein Ritual. Unsere Kinder streiten am Frühstückstisch, während ich auf die Aufbackbrötchen warte. Der Toaster braucht eine Ewigkeit, die Milch muss noch aufgeschäumt werden – und ich atme tief durch. „Noch ein bisschen Geduld“, sage ich mir. „Dann ist es geschafft.“
Geduld öffnet die Augen für die kleinen Dinge
Und plötzlich merke ich: Dieser Moment selbst hat seinen Wert. Das Gefühl auf einem guten Weg zu sein, macht geduldig. Und Geduld öffnet die Augen für die kleinen Schätze.
Glaube kann Geduld bewirken
In einem Brief im neuen Testament steht, dass der Glaube Geduld bewirken kann. Auch Geduld mit uns selbst. Geduld ist kein Stillstand. Sie ist ein Aufnehmen dessen, was ist. Sie öffnet die Augen für kleine Freuden. Für Lachen am Tisch. Für den Duft von frischem Brot. Für das Licht, das langsam durch den Nebel bricht.
Geduld als Lebenseinstellung
Und sie schenkt uns Kraft, auch wenn der Tag anstrengend wird. Geduld ist die Übung sich auf das Leben einzulassen. Auf sich selbst. Und auf Gott.