Ein behütetes Leben
Am 3. Februar hat mir mein Vater früher, als ich noch ein Kind war, immer einen besonderen Tipp gegeben: Ich sollte in die Kirche gehen und mir den Blasiussegen holen. „Dann bleibt dein Hals gesund und du kannst nie an einer Fischgräte ersticken“, hat er mir immer gesagt.
Er soll viele Menschen geheilt haben
Heute weiß ich: da war natürlich etwas Aberglaube dabei. Aber trotzdem mag ich diesen besonderen Blasiussegen bis heute sehr. Er ist nach einem Heiligen benannt, der im 3. Jahrhundert gelebt hat. Der Legende nach war er ein besonders guter Arzt gewesen, der viele Menschen geheilt hat. Dazu war er besonders fromm und ist bei einer Christenverfolgung ums Leben gekommen. Besonders berühmt ist die Legende, in der er einen Mann heilt, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte. Ich will schauen, dass ich diesen Segen heute noch bekomme!
Ich fühle mich, umhüllt von einem warmen hellen Schein
Allein schon die Art und Weise, wie er gespendet wird, gefällt mir sehr. Der Priester hält beim Segnen zwei übereinander gekreuzte Kerzen vor mein Gesicht. Ich fühle mich dann immer wie von einem warmen hellen Schein umgeben, wenn der Priester dann den Segen mit dieser Bitte beginnt. „Der Herr behüte dein Leben.“
In dunklen Stunden sehe ich ein helles Licht
Gut behütet zu sein, das ist ein wichtiger Wunsch für mich. Das bedeutet für mich noch mehr als körperliche Gesundheit. Ein Leben, in dem ich mich behütet fühle, heißt für mich: Ich spüre die Wärme und die Zuneigung von vielen lieben Menschen und ich sehe in dunklen Stunden immer ein helles Licht.
Gott will, dass ich behütet bin
Der Blasiussegen zeigt mir: Genau das will Gott auch für mich und alle Menschen. Ein guter Grund, mir heute eine Kirche und einen Gottesdienst zu suchen, in der ich auf die Fürsprache des Heiligen Blasius diesen Segen bekomme. Ich möchte gut behütet sein.