Die gestohlene Stehlampe
Irgendwo in Deutschland steht eine Stehlampe, die in Büsum geklaut wurde.
In irgendeinem Wohnzimmer oder Büro schmückt sich jemand mit diesem gestohlenen Stück.
Eine seltsame Geschichte
So weiß ich es von einer jungen Frau. Sie war in einem Freizeitheim eingesetzt, das günstige Ferien an der Nordsee anbot.
Es kamen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten dort hin, Menschen, die einfach nur Urlaub machen wollten.
Ganz normale Gäste?
Menschen, die gar keinen kriminellen Eindruck machten. Die aber ganz offensichtlich das Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ keineswegs achteten.
Denn, so die junge Frau, „ob du es glaubst oder nicht, eines Tages war doch tatsächlich eine Stehlampe gestohlen worden!
Ein Diebstahl, der ratlos macht
Einfach weg – und keiner wusste, welcher Gast sie mitgenommen hatte.“
Wir rätseln jetzt beide, was Menschen dazu treibt, eine Stehlampe zu klauen. Ist das eine spontane Tat oder von langer Hand organisiert? Denn in die Hosentasche verschwinden lassen geht ja nicht so einfach.
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Offenbar ist das Gebot „Du sollst nicht stehlen!“ doch nicht so wichtig, wie es fast 70 % der Deutschen bei Umfragen angeben.
Oder die anderen 30% haben Urlaub an der Nordsee gemacht.
Mit schlechtem Gewissen leben?
Ich stelle mir die Frage, wie man als Dieb mit so einer Stehlampe jetzt lebt. Präsentiert er sie stolz den Besuchern – schau her, die habe ich in Büsum geklaut?“
Oder stellt er sie verschämt in die Ecke und lügt, wenn er gefragt wird, wo er die her hat?
Das Gebot „Du sollst nicht stehlen“ kennt keine Ausnahme. Es ächtet Diebstahl, weil dabei immer jemand geschädigt wird.
Ehrlichkeit als Lebenshaltung
Ich wünsche dem unbekannten Dieb, dass ihm ein Licht aufgeht und er seine Tat bereut! Für mich wünsche ich, dass ich Eigentum von anderen respektiere und den Wert von Ehrlichkeit erkenne und lebe.