Blumensegen
In meinem Garten blühen viele Blumen und Kräuter. Natürlich ist auch manchmal etwas Unkraut dabei. Ich liebe diese Vielfalt.
Was ich von Blumen und Kräutern lernen kann
Da ist der Löwenzahn. Er scheint mir unverwüstlich. Egal, was ich mache: Löwenzahn ist immer wieder da. Und er wächst und wächst. Ich wünsche mir selbst diese Unverwüstlichkeit und Tatkraft, die im Löwenzahn steckt.
Da wächst das Johanniskraut. Es steht für Lebensfreude. Die habe ich und ich hoffe, dass sie bleibt und andere Menschen ansteckt.
Da ist die Brennnessel. Die ist hartnäckig und wo sie mal wächst, da bleibt sie. Sie kann sich wehren und ich fasse sie nicht gerne an. So hartnäckig wäre ich manchmal gerne. Wehren kann ich mich ganz gut. Das merke ich in Diskussionen und Gesprächen. Eines möchte ich aber nicht von der Brennnessel lernen: dass Menschen mir nicht gerne nahekommen.
Sehr gerne mag ich die Melisse. Sie ist beruhigend und diese Ruhe spüre ich oft, wenn ich im Garten arbeite und die Melisse rieche. Noch mehr bei einem Melissentee oder einem Bad mit Melisse.
Wie schön ist es, dass es diese Blumen und Kräuter gibt. Es ist ein richtiger Blumensegen.
Diese Vielfalt der Schöpfung bewahren
Diese Vielfalt von Blumen und Kräutern passt gut zur Schöpfungszeit. Wir sind ja mittendrin in dieser christlichen Jahreszeit, die vom 1. September bis zum 4. Oktober dauert. Christen beten in diesen Tagen besonders für den Schutz der Schöpfung.
Diese Zeit ist eine Chance, über die Verantwortung für die Schöpfung nachzudenken und daraus praktische Taten für den Umweltschutz abzuleiten. Der bewusste Genuss der Schöpfung gehört für mich dazu.
Ich wünsche Ihnen und mir: Genießen wir diesen Blumen- und Kräutersegen im Herbst – der nächste Winter kommt bestimmt.