hr4 ÜBRIGENS
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Auksutat, Ksenija

Eine Sendung von
Ksenija Auksutat,
Evangelische Pfarrerin, Stockstadt

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Eine entspannte Frau liegt in einer Hängematte, mit geschlossenen Augen und einem sanften Lächeln. Sie trägt einen beigen Hut und eine weiche Jacke. Die Umgebung scheint ruhig und grün, ideal zum Entspannen und Ausruhen.

Alles hat seine Zeit

Jetzt ist der Montag schon fast rum. Was hatten Sie alles zu erledigen? 

Montag: Zeit für Termine, Pflichten und Erledigungen

Einen Arzttermin machen, eine Bekannte zurückrufen, einen Antrag zum Briefkasten bringen. Vielleicht auch die Medikamente organisieren, sich um den Haushalt kümmern, wegen der kaputten Waschmaschine telefonieren. Uff.

Wenn alltägliche Aufgaben stressen

Das kann ganz schön stressen. Vor allem, wenn man dreimal anrufen musste, bis endlich jemand ans Telefon ging. Oder man wieder mal mit dem Internet nicht klar kam.

„Alles hat seine Zeit“: Was die Bibel über Gelassenheit sagt

Dabei ist es gar nicht nötig, jeden Tag alles zu schaffen. Sagt jedenfalls die Bibel. Da heißt es: „Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ (Prediger 3,1) Nicht: alles jetzt. Sondern: alles zu seiner Zeit. Klingt eigentlich ganz vernünftig. Und trotzdem leben wir oft anders.

Nicht alles muss heute erledigt werden

Klar, manches lässt sich nicht aufschieben. Wenn der Kühlschrank leer ist, muss ich wohl oder übel heute noch zum Supermarkt. Aber anderes darf auch bis morgen warten.

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Tempo

Denn es stimmt doch: Alles hat seine Zeit. Das merke ich deutlicher, je älter ich werde. Manches wird langsamer. Die Wege werden etwas kürzer, die Kräfte weniger. Ich bin vielleicht weniger pflichtbewusst und lasse manches liegen anstatt immer gleich aufzuräumen. 

Zeit für eigene Interessen und neue Erfahrungen

Dafür gibt es Raum für mich selber. Ich lerne seit zwei Jahren italienisch und besuche dafür Kurse bei der Volkshochschule. Dafür nehme ich mir jetzt einfach Zeit. Andere genießen es, am Wochenende in Ruhe die Zeitung zu lesen und sogar das Rätsel zu machen. 

Aufschieben ist kein Versagen

Der Satz aus der Bibel erinnert mich: Ich muss nicht alles sofort erledigen. Aufschieben ist kein Versagen, sondern eher das Vertrauen: Die Welt dreht sich weiter. Nicht alles hängt an mir. Übermorgen ist auch noch ein Tag. Alles hat seine Zeit.

Am späten Nachmittag einfach einmal nichts leisten

Ich finde: jetzt, am späten Nachmittag, ist genau die richtige Zeit, um nichts leisten zu müssen. Einfach da sein und Radio hören. Und vielleicht tut gerade das ganz gut.