Macht hoch die Tür
Übermorgen ist der erste Advent. Mit dem Advent werden so viele Hoffnungen verbunden: Es sollen stimmungsvolle Wochen sein, gemütlich und besinnlich, mit Zeit für die Familie am Adventskranz und mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt.
Ich freue mich auf die Lieder
Ich habe keine großen Erwartungen an den Advent. Aber ich freue mich auf die Lieder, die nun in den Gottesdiensten gesungen werden. Ich mag die Bilder, die in ihnen beschrieben werden: „Aus Gestein und Wüstensand werden frische Wasser fließen,“ heißt es in einem Lied. Oder: „O Heiland, reiß die Himmel auf“ in einem anderen. Die Bilder sagen: Gott wird kommen.
Es wird alles in meinem Leben gut werden
Ganz besonders mag ich „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Schon als Kind habe ich mir vorgestellt, wie ein großes Tor weit geöffnet wird, damit ich hindurch laufen kann. Ich werde auf dem Weg nicht aufgehalten. Der Weg durch dieses Tor führt zu Gott. Das heißt: Gott verbarrikadiert sich nicht hinter einem großen starken Tor. Ich kann zu ihm kommen. Und wenn ich Gott begegne, dann wird alles in meinem Leben gut werden.
Gott kommt zu mir
Dann habe ich die fünfte Strophe von „Macht hoch die Tür“ entdeckt: „Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.“ So beginnt sie. Da ist die Richtung umgedreht. Nicht ich gehe zu Gott, sondern er kommt zu mir. Darum soll auch dieses Tor weit offen sein. Gott will es mit mir zu tun haben. Ein unglaublicher Gedanke! Auch so begegne ich Gott und mein Leben verändert sich.
Eine ganz besondere Bedeutung für mich
Daran schließt sich für mich an: Wenn Gott zu mir kommt, dann gehe ich zu den Menschen. So plane ich einen Besuch bei einer Kollegin, die allein lebt. Das Schöne ist: Das Gespräch mit ihr öffnet Türen zu neuen Gedanken und zu Gott. Da bekommt das Lied „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ eine ganz besondere Bedeutung für mich.