Lebenszeichen an Gott
Alle Jahre wieder – Weihnachtskarten schreiben. Ich bin spät dran dieses Jahr. Wenn ich den Stapel Karten vor mir liegen sehe, frage ich mich: Warum mache ich mir diese Mühe?
Erinnerungen an alte Schulfreunde wecken?
Und dann fällt mir Max ein. Wir kennen uns seit der Schule, sehen uns aber so gut wie nie. Irgendwie ist immer alles andere wichtiger. Aber eins klappt immer: Karten schreiben. An Weihnachten.
Wie bleibt man mit Freunden in Kontakt?
Da senden wir ein kurzes Lebenszeichen: Ich bin noch da. Ich denk an dich. Frohe Weihnachten! In Kontakt bleiben– das gehört für mich unbedingt zu Weihnachten dazu. Das geht prima mit einer Weihnachtskarte. Wohltuende Wirkung von Weihnachtsgrüßen? Dieses kleine Zeichen auf Papier tut nicht nur dem anderen gut, sondern auch mir selbst. Es erinnert mich daran, wie wohltuend es ist, Verbindungen zu pflegen – nicht nur zu Freunden, sondern auch zu Gott.
Heiligabend-Gottesdienst als spirituelles Lebenszeichen?
Und da passt für mich der Weihnachtsgottesdienst. Vielleicht gehen Sie ja an Heiligabend seit langem wieder in die Kirche. Und vielleicht geht es Ihnen mit Gott wie mir mit meinem Freund Max. Gar nicht so einfach, eine Freundschaft auf Distanz zu pflegen. Oft ist halt was anderes grade wichtiger, und dann meldet man sich lange nicht.
Schönheit des Wiederkontaktierens im Gottesdienst?
Umso schöner, mal wieder in Kontakt zu kommen. Gott einfach ein kurzes Lebenszeichen geben: Ich bin noch da. Ich denk an dich. Und wer weiß, vielleicht kommt bei den alt-vertrauten Liedern und Worten im Weihnachtsgottesdienst ein Gruß zurück.