Osterferien: Zeit für einen Neuanfang
Moderator/in: Morgen ist es wieder so weit: Es gibt Ferien. Osterferien in Hessen. Und viele sagen: „Das tut jetzt richtig gut.“ Die einen fahren ein paar Tage weg, andere haben schöne Traditionen an den Osterfeiertagen – und wieder andere freuen sich einfach drauf, mal ein bisschen zu entspannen. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Was empfiehlst du denn für die anstehenden Osterferien?
Osterferien – mehr als nur freie Tage
Fabian Vogt: Na, erst mal gibt’s ja Osterferien, weil wir Ostern feiern. Christen feiern da: Jesus ist vom Tod auferstanden. Gleichzeitig ist im Judentum Pessachfest, das erinnert an die Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten. Und in vielen Kulturen wird der Frühling gefeiert, weil nach dem Winter wieder alles aufblüht. Für mich ist das Spannende an der Osterzeit: Es geht um einen Neuanfang, um Aufbruch. Darum, Dinge loszulassen, die mich belasten. Und vielleicht was ganz Neues zu wagen. Darum würde ich sagen: Wenn ich in den Osterferien irgendwo in meinem Leben was Neues anfange, dann habe ich den Geist von Ostern richtig verstanden.
Moderator/in: Aber alte Gleise verlassen, ist gar nicht so leicht.
Mit Gottes Rückenwind neu anfangen
Fabian Vogt: Stimmt. Und genau da setzt eine der großen Verheißungen des Christentums an: „Neuanfänge musst du nicht allein schaffen, Gott geht mit dir.“ Eine meiner Lieblingsstellen aus der Bibel sagt: „Haltet nicht an dem fest, was früher war. Denn ich, Gott, will Neues ermöglichen. Es ist schon alles dafür bereit. Merkt ihr das nicht? Ich mache den Weg frei.“ (Jes 43,18-19) So eine Zusage macht mir Mut, wirklich Neues zu wagen. Und wenn es klappt, ist das für mich eine echte Ostererfahrung.