„Eid Mubarak!“ – der Ramadan endet
Moderator/in: Für viele Musliminnen und Muslime geht heute der Ramadan zu Ende. Nach einem Monat des Fastens beginnt dann das große Zuckerfest - das wird groß über mehrere Tage gefeiert, mit Geschenken und viel Essen. Lena Giel, von der katholischen Kirche, ist das auch etwas Besonderes für dich als Christin?
Lena: Ich freue mich heute mit und werde meinen muslimischen Nachbarn und Freunden ein frohes Fest zu wünschen. „Eid Mubarak“ heiß das und bedeutet so viel wie „Gesegnetes Fest“. Auch aus christlicher Sicht ist das eine schöne Geste. Denn hinter dem Ramadan stehen Werte, die auch mir als Christin wichtig sind: Fasten, Besinnung, Gebet und der Blick auf die Mitmenschen.
Moderator/in: Wenn du als Christin den Muslimen ein frohes Fest wünschst, zeigt das ja eine Verbundenheit unter den Religionen. Eine schöne Geste!
Lena: Ja, ich finds auch schön, wen wir uns gegenseitig zu unseren Festen gratulieren! Wenn Menschen verschiedener Religionen sich gegenseitig ein gesegnetes Fest wünschen oder sogar gemeinsam feiern, dann stärkt das das Miteinander. Gerade in unserer vielfältigen Gesellschaft kann es viel bedeuten, sich füreinander zu freuen. Schon so kleine Gesten zeigen: Wir leben unseren Glauben zwar unterschiedlich – aber im Kern sind wir verbunden: im respektvollen und friedlichen Miteinander!