Nach einem Einbruch sicher fühlen
Wenn ich verreise, dann prüfe ich vorher, ob alles sicher ist: Der Herd aus, alle Fenster zu, die Haustür doppelt abgeschlossen. Trotzdem wurde vor einiger Zeit bei uns eingebrochen. Die Nachbarn haben es bemerkt: die Balkontür war demoliert und die Terassentür stand weit offen.
Routine und Sicherheit – und dann passiert es trotzdem
Sie haben uns im Urlaub angerufen. Ich bin natürlich erschrocken darüber. Gleichzeitig wusste ich schnell: So schlimm kann es gar nicht sein. Mein Mann und mein Kind sind bei mir. Niemandem ist etwas passiert. Doch ich frage mich: Was erwartet uns zu Hause? Und was wurde geklaut? Es stellt sich heraus: Der größte Schaden ist die kaputte Tür. Die kann repariert werden. Glück gehabt!
Verlust von Sicherheit – die seelische Folge eines Einbruchs
Trotzdem: In den kommenden Wochen hatte ich ein mulmiges Gefühl. Das höre ich auch von anderen, bei denen einmal eingebrochen wurde: Das Problem sind nicht nur die gestohlenen Wertsachen. Sondern vor allem das Gefühl, dass jemand in den eigenen vier Wänden war.
Wie lange bleibt das Gefühl der Unsicherheit?
Dieses unsichere Gefühl kann ich nicht so leicht abschütteln. Wenn es unerwartet an der Haustür klingelt, bin ich auf einmal angespannt. Obwohl ich weiß: Es ist ziemlich sicher der Postbote. Und plötzlich fallen mir unbekannte Autos auf, die in unserer Straße parken.
Misstrauen im Alltag – Wege aus der Angst
So misstrauisch durch den Alltag zu gehen, fühlt sich richtig schlecht an. Also überlege ich: Was kann ich tun, um mich wieder sicher zu fühlen? Die Polizei rät zu den üblichen Sicherheitsmaßnahmen. Zusätzlich könnte ich eine Videokamera einbauen oder eine Alarmanlage. Aber hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Nicht vor Einbrüchen. Und auch nicht sonst im Leben. Unsicherheit gehört dazu.
Unsicherheit aushalten lernen und mit Vertrauen leben
Das haben Menschen schon immer gespürt. Und sie haben Wege gesucht, damit umzugehen. In der Bibel gibt es viele Berichte darüber: die ersten Christinnen und Christen lebten unsicher durch ihren Glauben. Sie wurden angefeindet, teilweise sogar verfolgt. Dagegen geht es mir sehr gut. Doch von ihrer Erfahrung kann ich lernen.
Was die Bibel über Vertrauen und Verlust sagt
In einem Brief, der in der Bibel steht, schreibt jemand: „Man hat euch euren Besitz gestohlen, aber das habt ihr ertragen. Denn: Euch gehört etwas viel Besseres, das man euch nicht nehmen kann.“ (Hebr. 10,34) Nämlich: Der Glaube an Gott. Der gibt Sicherheit, auch, wenn das Leben unsicher ist. Deswegen heißt es weiter: „Werft euer Vertrauen nicht weg!“ (Hebr. 10,35)
Innere Sicherheit: was wirklich schützt
Mich beeindruckt das. Die ersten Christinnen und Christen finden Sicherheit im Vertrauen auf Gott. Auch in schwierigen Lebenssituationen halten sie daran fest: Gott behütet nicht ihr Eigentum oder ihre Gesundheit. Aber: Er behütet ihre Seele und bleibt ihnen nah.
Mut zur Gelassenheit
„Werft euer Vertrauen nicht weg!“ Das versuche ich mir zu Herzen zu nehmen. Auch, wenn ich das mulmige Gefühl noch nicht ganz abschütteln kann. Aber: Ein hochmodernes Sicherheitssystem ist für mich auch nicht die Lösung. Ich muss lernen, mit Unsicherheiten zu leben. Und das Grundvertrauen trotzdem zu behalten.
Glaubensvertrauen statt Alarmanlage
Eigentlich weiß ich ja: Gott ist bei mir, egal, was kommt. Wenn die Angst trotzdem wiederkommt, dann atme ich tief durch und sage mir laut den Satz aus der Bibel vor: „Werft euer Vertrauen nicht weg!“ Das stärkt mich. Mehr als jede Alarmanlage.