Hilfe in der Not
Der 13.10. ist ein fast unbekannter Gedenk- und Aktionstag der Vereinten Nationen, nämlich der Tag der Katastrophenvorbeugung.
Welche Vorräte sind im Notfall wichtig?
Immer wieder höre ich in letzter Zeit den Hinweis: Ich soll mir einen Vorrat anlegen zu Hause: Wasser für die nächsten Tage, trockene haltbare Lebensmittel, auch solche, die nicht gekocht werden müssen, einige Konserven, dazu ausreichend Batterien, Kerzen usw.
Krisenvorsorge: Was brauche ich zu Hause?
Ich glaube, zu Coronazeiten habe ich mir das erste Mal Gedanken gemacht über Vorräte, die über die selbstgekochten Marmeladen und das eingemachte Kompott hinausgehen: Was muss ich zu Hause haben, wenn ich mal zwei Wochen nicht einkaufen gehen kann? Aber jetzt klingt das nochmal anders, grundsätzlicher. Mein Bruder hat sich vor kurzem daran erinnert, dass in unserem Elternhaus doch noch ein Camping-Gaskocher stünde und meinte, es sei nicht verkehrt, eine volle Kartusche bereit zu haben. Auf den Seiten des Amts für Katastrophenschutz gibt es solche Hinweise und Listen zum Herunterladen.
Katastrophenvorsorge ohne Prepper-Angst
Vor einer Weile hätte ich solche Vorsorge noch für total übertrieben gehalten und auch heute bin ich sehr skeptisch, wenn ich von sogenannten „Preppern“ höre, also Leuten, die sich mit großen Vorräten oder sogar eigenen Bunkern auf mögliche Katastrophen vorbereiten. Trotzdem habe sogar ich mir jetzt ein paar Vorräte zugelegt. Aber etwas anderes ist mir noch wichtiger als Konservendosen und Kartuschen: Ich will gerade mit Blick auf Krisensituationen auch gut mit Menschen in meiner Umgebung verbunden sein, mit Familien, Freundinnen und Freunden und den Menschen in der Nachbarschaft.
So wichtig: Nachbarschaftshilfe in Krisen
Dafür ist es wichtig, voneinander zu wissen: Wo leben in meinem Haus oder in meiner Straße Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind? Wer kann zum Beispiel ohne fremde Hilfe nicht mehr das Haus verlassen? Wer kann nicht genug Deutsch, um alle wichtigen Informationen zu verstehen? Wem vertraue ich meinen Wohnungsschlüssel an? Ich war froh, dass ich auf der Homepage des Amtes für Katastrophenschutz auch den Hinweis gefunden habe: Es ist wichtig, sich im Notfall gegenseitig zu unterstützen.
Unsere italienischen Freunde boten uns sofort Hilfe an
Und das kann durchaus auch grenzüberschreitend funktionieren: Mir wird heute noch ganz warm ums Herz, wenn ich daran denke, wie damals kurz nach Bekanntwerden der Atomkatastrophe von Tschernobyl die italienische Familie anrief, mit der wir in den Jahren zuvor am Meer Freundschaft geschlossen hatten. Sie hatten in den Nachrichten gehört, dass Teile Deutschlands betroffen wären und hatten direkt zum Hörer gegriffen: Wenn es für uns besser wäre, könnten wir gerne zu ihnen kommen, sie würden ein Zimmer für uns vorbereiten. Ist das nicht großartig?
Krisen gemeinsam bewältigen
Und ich finde, wir brauchen so ein Gemeinschaftsgefühl, also dass wir voneinander wissen und einander helfen, auch im großen, im weltweiten Stil. Das fängt bei Hilfsaktionen und Spenden an und sollte bei der Aufnahme von Menschen in Not und einem gemeinsamen Klimaschutz nicht enden.
Zusammenhalt ist die beste Krisenvorsorge
Krisen und Katastrophen lassen sich eben am besten bewältigen, wenn wir zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen.