Segen für das neue Jahr!
Heute ist mein erster Arbeitstag im neuen Jahr. Einige in Hessen werden noch frei haben, auch in den Schulen ist ja noch die ganze Woche Ferien. Aber für eine Menge Leute wird heute der Alltag wieder losgehen, nach einigen Feier- und Urlaubstagen.
Allen, die an diesem ersten Montag im neuen Jahr wieder mit der Arbeit beginnen, wünsch ich einen guten Start. Und als Christin noch dazu: viel Segen!
Was der Segenswunsch bedeutet
Viel Segen, das heißt für mich: Es soll dir gut gehen auf deinem Weg. Ich wünsch dir göttliche Kraft und himmlische Begleitung, vielleicht: einen Engel an der Seite.
„Viel Glück und viel Segen!“ singen wir, wenn jemand Geburtstag hat und in ein neues Lebensjahr startet. Aber für mich gehört der Segenswunsch auch beim Start ins neue Kalenderjahr einfach dazu. Schon in der Bibel steht der Segen immer dann, wenn etwas Neues startet. Schon auf den allerersten Seiten ist das so. Als Gott die Welt erschaffen hat, heißt es: „Und Gott segnete sie.“ (Genesis 1) Und als Abraham, der große Stammvater der Bibel, noch im hohen Alter aus seiner Heimat fortziehen soll, da sagt Gott zu ihm: „Ich bin bei dir, und ich werde dich segnen und deinen Namen groß machen.“ (vgl. Gen 12,2).
Und dann zieht Abraham wirklich los und riskiert Neues, gestärkt und ermutigt von diesem Gott, der seinen Segen spendet. Auch im Buch der Psalmen ist immer wieder davon die Rede, dass Gott die Menschen mit seinem Segen beschenkt. Da wird auch um diesen Segen gebeten: „Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse über uns sein Angesicht leuchten.“ (Psalm 67,1)
Segen als Mutmacher
Ich hab auch eine sehr persönliche Erinnerung an den Segen: Wenn ich früher als Kind morgens in die Schule gestartet bin, dann hat meine Mutter mir mit Weihwasser ein Kreuzzeichen auf die Stirn gemacht. Das war ihr Segen. Und der gab mir das Gefühl: Ich kann mutiger in den Tag hinein gehen.
Klassenarbeiten, Zahnarztbesuche, die verloren ein bisschen von ihrem Schrecken. Der Segen war eine Art Starthilfe für den Tag. Ich konnte anders morgens loslaufen, gestärkter die Herausforderungen annehmen mit diesem Segen auf der Stirn.
Für meine Mutter und für mich war klar: Dieser Segen kam nicht nur von ihr. Der hatte mit jemand Größerem zu tun. Jemandem, der mich liebt wie eine Mutter, wie ein Vater – und noch viel mehr. Gott ist mit dabei, wenn wir Menschen uns Segen wünschen. Gott verspricht: Ich geh auf allen Wegen mit.
Viel Segen!
In diesem Sinne wünsch ich heute, am ersten Montag im neuen Jahr: viel Segen!