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Tumma, Lisa Maria

Eine Sendung von
Lisa Maria Tumma,
Evangelische Pfarrerin, Rundfunkbeauftragte für den Hessischen Rundfunk

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Eine Person steht auf einer Treppe vor einer beeindruckenden gotischen Architektur. Sie hält ein Schild mit der Aufschrift „TELL ME YOUR GOOD NEWS“. Die Person trägt eine Jeansjacke und blickt lächelnd in die Kamera.

Tell me your good news!

Maike hält ein großes Pappschild in der Hand. Darauf steht in leuchtend-roter Schrift: „Tell me your good news“ – Erzähl mir deine gute Nachricht. 

„Tell me your good news“ – Erzähl mir deine gute Nachricht

Maike steht damit in der Fußgängerzone. Passanten gehen vorbei, lesen es, bleiben stehen. Und dann erzählen sie: „Ende des Monats fange ich endlich an zu arbeiten – in meinem Traumjob. Ich werde Floristin“, sagt eine junge Frau. Eine andere grinst: „Ich hab‘ Urlaub!“ Ein Mann mit weißen Haaren schwärmt: „Mein Enkel ist gestern 13 Monate geworden. Das ist eine Freude!“ 

Gute Nachrichten machen gute Laune

Maike macht Videos von ihrem Schild und den Menschen und stellt sie ins Internet. Manchmal entdecke ich sie zufällig – zwischen Nachrichten und Krisenmeldungen. Sofort wird meine Laune besser. Die Freude der Passanten springt auf mich über. Und hält noch an, wenn ich weiterscrolle. 

Warum schlechte Nachrichten stärker im Gedächtnis bleiben

Das ist die Ausnahme. Normalerweise bleiben vor allem schlechte Nachrichten im Gedächtnis. Sie ziehen runter, machen Angst. 

Evangelium bedeutet: Gute Nachricht

Maikes Schild lässt mich nicht los. Es erinnert mich an etwas, das ich als Pfarrerin oft in der Hand habe: die Bibel. Darin gibt es ein altes Wort: Evangelium. Das heißt wörtlich auch: Gute Nachricht. Nicht vom Traumjob oder der Freude über Enkel. Sondern von Jesus Christus. Und doch: Das Prinzip ist dasselbe. 

Die Bibel erzählt von Jesus und seiner Hoffnung

Denen, die diese Geschichten von Jesus in der Bibel aufgeschrieben haben, ging es im Grunde ähnlich wie Maike: Sie selbst haben Jesus nicht gekannt. Aber sie haben Menschen gefragt, die mit ihm zu tun hatten: „Wie war das? Was hat er gesagt?“ Die Antworten haben sie gesammelt und aufgeschrieben: Von Jesus, der Mut gemacht hat, wenn Menschen nicht weiterwussten. Der zugehört hat - besonders denen, die sonst keiner hört. Der Hoffnung verbreitet hat, wo alles aussichtslos schien.  

Die frohe Botschaft von Jesus weitergeben

Diese biblischen Geschichten wurden deshalb bewahrt. Damit andere davon erfahren. Damit die frohe Botschaft von Jesus heute Hoffnung macht und tröstet – und mit Mut ansteckt. 

Gute Nachrichten können Hoffnung und Freude schenken

Maike mit ihrem Schild und die Geschichten der Bibel: Sie sammeln beide gute Nachrichten: Die eine im Netz, die andere seit zweitausend Jahren. Beide fangen Momente ein, in denen Menschen spüren: Es gibt Grund zur Freude. Es gibt Hoffnung. Für mich sind beides irgendwie Geschichten von Gott – mitten im Alltag. Zum Weitergeben. Denn Freude springt über.