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Findeis-Dorn, Christine

Eine Sendung von
Christine Findeis-Dorn,
Supervisorin/Coach DGSv, Wiesbaden, katholisch

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Eine pinke Schleife liegt auf einem pinken Hintergrund. Darüber steht in großen, auffälligen Buchstaben das Wort "PINKTOBER".

Pinktober: Unterstützung in Pink

Es ist Pinktober! Falls jemand das Wort noch nicht gehört hat - wie ich bis vor kurzem: Es ist eine Mischung aus Pink und Oktober und steht für den Oktober als weltweiten Brustkrebsmonat. Im Pinktober geht es darum, über Brustkrebs aufzuklären und zu schützen. Und die Farbe Pink und eine pinke Schleife stehen als Zeichen der Solidarität mit allen Brustkrebspatientinnen und -patienten.
Kein schönes Thema. Auch ich habe schon Freundinnen verloren an diese heimtückische Krankheit, ältere und sogar jüngere. Umso wichtiger finde ich diesen Monat mit seinen vielen Aktionen. Brustkrebs stellt ja die häufigste Krebserkrankung bei Frauen dar, aber auch Männer erkranken daran.

Brustkrebs-Früherkennung: Wie gut sind die Heilungschancen?

Die gute Botschaft: Wird Brustkrebs frühzeitig erkannt, sind die Heilungschancen inzwischen sehr gut. Deshalb gibt es so viel Aufklärung und regelmäßige Programme wie das Mammographie-Screening zur Früherkennung für Frauen ab 50.

Pinktober im Sport: Welche hessischen Teams machen mit?

Aufklärung finde ich auch dort, wo ich sie gar nicht erwarte, im Sport zum Beispiel: Mehrere hessische Teams spielen in pinken Trikots oder machen mit Aktionen auf den Pinktober aufmerksam, z.B. die HSG Wetzlar und die Löwen Frankfurt. Beim Eintracht-Spiel gestern hat sogar der Videowürfel im Stadion pink geleuchtet und die Einlaufkinder trugen pink gestreifte Shirts.

Warum es hilft, das Tabu Krebs zu brechen

„Davon werden Betroffene aber nicht gesund“, mag jetzt vielleicht der eine oder die andere einwenden. Stimmt. Und doch geht es darum, dem Thema Krebs das Tabu zu nehmen. Ich hab das selbst einmal erlebt, als ich wegen Haarausfall eine Zeitlang Perücke tragen musste. „Ah, so ist das, wenn Leute um dich herum denken, dass du Krebs hast“, hab ich damals gedacht. Viele haben mich mit Samthandschuhen angefasst, aber wenige hatten sich getraut, mich anzusprechen oder zu fragen: Was ist mit dir?

Ich werde also nächste Woche endlich meine Bestätigung für das nächste Mammographie-Screening abschicken. Mir eine pinke Schleife anstecken. Und ich bete für alle, die unter Krebs leiden – als Erkrankte oder Angehörige. Für sie alle bitte ich um Trost, Heilung und Hoffnung.