Mathe, Mut und Mond
Katherine Johnson war keine Astronautin. Und doch konnten Menschen dank ihr zum Mond fliegen. Als Mathematikerin bei der NASA berechnete Katherine Johnson die Flugbahnen. Damit machte sie die Apollo-Mond-Missionen der sechziger Jahre erst möglich.
Eine Frau trotzt Grenzen und Vorurteilen
Sie hatte noch die sogenannte Rassentrennung in den USA selbst erlebt. Aber sie akzeptierte solche ungerechten Grenzen nicht. In einem Bereich, der bis dahin nur von weißen Männern bestimmt war, setzte sie sich als schwarze Frau durch. Sie ließ sich nicht abwimmeln. Als erste Frau überhaupt bestand sie darauf, bei den Briefings ihrer Abteilung dabei zu sein. Da durften vorher nur Männer rein.
Haltung und Genauigkeit – was machte sie besonders?
Katherine Johnson war genial als Mathematikerin. Doch was sie darüber hinaus besonders macht, ist ihre Haltung und ihre Verantwortungsbereitschaft. Sie hatte keine Angst, ihre Meinung zu sagen. Sie verlangte, dass ihre Berechnungen immer noch mal geprüft wurden. Sie wusste: Wenn die Zahlen nicht stimmen, kehren die Astronauten nicht zurück.
Mut, Stimme und Selbsttreue als Schlüssel zum Erfolg
Sie übte ihren Job aus, den sie liebte. Konzentriert und ordentlich. Mehr noch: Mit der gewissen Portion Mut, ihre Stimme zu erheben, wenn es nötig war. Sie blieb sich selbst treu und genau das machte sie großartig.
Was bedeutet Haltung heute für mich?
Für mich heißt das: Ich muss nicht Geschichte schreiben. Oder ins All fliegen. Aber ich kann Haltung zeigen und Verantwortung übernehmen. Genau an dem Ort, an dem ich bin. Ich kann meine eigenen Erfolge benennen, ohne sie kleinzureden. Ich kann meine Arbeit prüfen lassen. Fehler zugeben, anstatt sie zu vertuschen. Wenn ich mal um Unterstützung bitte, muss ich mich nicht schwach fühlen, sondern bin gestärkt dank der Hilfe, die ich kriege.
Jeder Schritt zählt – Inspiration aus Katherine Johnsons Leben
Das Leben von Katherine Johnson erinnert daran: Jeder kleine Schritt eines Menschen kann ein großer Schritt für die Menschheit sein.