Johannistag
Johannisbeere, Johanniskraut, Johannisfeuer, Johannisfest. Sie alle haben etwas gemeinsam. Sie haben ihren Namen vom heutigen Tag. Heute ist der Johannistag. An vielen Orten wird heute auch zum letzten Mal Spargel geerntet. Für Spargelliebhaber wie mich heißt das: Jetzt nochmal zuschlagen.
Warum tragen so viele Dinge den Namen Johannis?
Seit alters her ist der 24. Juni ein besonderer Tag. Johannistag heißt er deshalb, weil die Kirchen heute das Fest der Geburt von Johannes dem Täufer feiern. Und auch das ist etwas Besonderes. Denn Heiligenfeste werden meistens an den Todestagen der Heiligen gefeiert. Die Geburt wird nur bei Jesus – an Weihnachten -, bei Maria, der Mutter Jesu, und eben auch bei Johannes dem Täufer gefeiert. Und nicht durch Zufall liegt dieser Tag genau 6 Monate vor Heiligabend, dem Geburtsfest von Jesus. Denn Johannes der Täufer hat auf das Kommen von Jesus als dem Sohn Gottes hingewiesen und die Menschen auf ihn aufmerksam gemacht, als er ihn im Jordan getauft hat. Die Bibel erzählt in den Evangelien davon.
Am Johannistag erlebt der Sommer seinen ersten Höhepunkt
Jetzt am Johannistag erlebt der Sommer seinen ersten Höhepunkt. Die Natur strotzt nur so von Fülle. Die Johannisbeeren werden reif. Das Johanniskraut, eine alte Heilpflanze, fängt an zu blühen. Deswegen heißen sie nach dem heiligen Johannes.
Welche Traditionen gehören zum Johannistag?
Und dann gibt es das viele Brauchtum, zum Teil geht es noch zurück auf vorchristliche Traditionen und Sonnenwend-Feiern: Johannisfeuer werden abgebrannt, Johannisfeste werden als Volksfeste gefeiert.
Da fällt mir besonders die Mainzer Johannisnacht kurz vor dem 24. Juni ein. Die Mainzer sagen zwar, dass sie zu Ehren von Johannes Gutenberg gefeiert wird. Aber es ist kein Zufall, dass der Termin rund um diesen besonderen Tag liegt. Denn auch die Buchdrucker haben früher traditionell ihre Feste am Johannistag gefeiert. Vermutlich hat ja auch Johannes Gutenberg seinen Namen von Johannes dem Täufer. Und es wird angenommen, dass er sogar am 24. Juni geboren ist.
Was können wir von Johannes dem Täufer lernen?
Auch ich will diesen besonderen Tag heute feiern. Und an den denken, der ihm seinen Namen gegeben hat: Johannes der Täufer. Einer, der sich selbst nicht so wichtig genommen hat, sondern auf Jesus verwiesen hat, der nach ihm kommt.
Und zur Feier des Tages gibt es heute nochmal Spargel.