Ich glaube an das Pferd
„Ich glaube an das Pferd, das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung“. Kaiser Wilhelm II soll das gesagt haben.
Ende des 19. Jahrhunderts hatte Carl Benz gerade sein „Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ beim Patentamt angemeldet. Es sah aus wie eine Kutsche ohne Pferde, aber mit Motor.
Kaiser Wilhelm und der Zweifel am Fortschritt
Natürlich gab es Bedenken: wie weit kam man wohl? Und woher kriegt man den neuen Treibstoff? Carl Benz‘ Frau Berta muss eine mutige Frau gewesen sein. Sie hat die erste Überlandfahrt mit diesem ersten Auto gemacht. 106 Kilometer von Mannheim nach Pforzheim. Den Treibstoff hatte sie in der Stadt-Apotheke in Wiesloch gekauft. Seitdem gilt sie als erste Tankstelle der Welt.
Tankstellen im Wandel der Zeit
Heute gehören manche Tankstellen schon ins Museum. Im Hessenpark in Neu-Anspach steht eine alte Dorftankstelle aus den 1960ern, mit Zapfsäulen, Ölkabinett und Kassenhäuschen. Der Museumsleiter Jens Scheller stellt sich vor: in ein paar Jahren stehen Kinder hier und wundern sich: Krass, früher sind Autos echt mit brennbaren Flüssigkeiten gefahren. Dabei wussten die Menschen doch längst, dass Öl endlich ist geht und Abgase den Klimawandel beschleunigen.
Verkehrswende: Eine Herausforderung unserer Zeit
Nach einem Gutachten der Nationalakademie Leopoldina ist eine grundlegende Verkehrswende notwendig. Elektrische Antriebe werden die alten ablösen. Und viele fragen sich heute wie Berta Benz damals: Wie weit komme ich, und woher soll der neue Treibstoff kommen?
Mut zur Veränderung: Was wir von Berta Benz lernen können
Ich finde, es ist wieder Zeit für den Mut der Berta Benz. Denselben Mut, Neues zu wagen – mit Blick auf die Erde. Einen zuversichtlichen Schritt nach vorn, mit neuen Antrieben und neuer Zuversicht. Für die Schöpfung und für die, die nach uns kommen.