Eine Rose für Margaretha Pistorius
Sie blüht rot und duftet wunderbar. Die Margaretha Pistorius-Rose. Sie ist schön und widerstandfähig - und sie hält Frost und Trockenheit stand. Ihre großen Hagebutten sind reich an Vitamin C und tun gut als Marmelade, Tee oder Obstbrand.
Eine Rose wächst in Nidda in der Wetterau
Eine Margaretha Pistorius-Rose wächst in Nidda in der Wetterau. Dort war Margartha in der Reformationszeit zuhause - die erste Pfarrfrau in Nidda. Ihr Mann brachte als Pfarrer die Reformation voran und verdiente das Geld. Margaretha übernahm alles andere: Haushalt und acht Kinder. Dazu das, was man heute soziale Arbeit nennt: Kranke besuchen, arme Menschen unterstützten, sich um benachteiligte Kinder kümmern.
Die Pest kommt nach Nidda
Als sie 39 war, kam die Pest nach Nidda. In wenigen Tagen starben 300 Menschen - darunter fünf ihrer Kinder. Zwei waren schon jung verstorben. Nur der neunjährige Johannes hat überlebt. Margaretha hat all dem standgehalten und war weiter für andere da. Als am Pfarrhaus etwas gebaut werden musste, packte natürlich Margaretha an: Sie mietete einen Wagen, um Lehm für die Ziegel zu holen.
Ein schrecklicher Unfall nimmt ihr Leben
Dabei kam sie durch einen schrecklichen Unfall ums Leben. Ihr zu Ehren hat man in diesem Jahr eine Rose für sie gezüchtet und sie nach ihr benannt. Ein guter Anlass, an alle zu denken, die sich täglich für das soziale Miteinander einsetzen, so wie Margaretha Pistorius es getan hat.
Unsichtbarer Dienst ist unschätzbar wertvoll
An alle, die Ältere zum Arzt begleiten oder beim Einkaufen helfen. Die Menschen im Krankenhaus besuchen, Kinder betreuen oder eine Kindergruppe leiten. Vieles davon bleibt unsichtbar und meist unbezahlt. Für die Menschen, die davon profitieren, ist es aber unschätzbar wertvoll. Die Rose für alle, die sich heute fürs soziale Miteinander engagieren, steht noch aus.