Teamgeist
Noch sind alle sauber. Nach und nach wird Wasser eingefüllt in die großen Becken hinter den Hürden und in die kleinen Gräben, durch die man nachher robben muss. Die Teams für den Dirty Church Run treffen ein, 800 Menschen werden beim Schlammrennen starten.
Chaotenpfoten steht auf ihren Team-Shirts, oder „Muddy, besser Muddy und ihre Dreckspatzen“. Auf einem Rücken lese ich: „Wenn du das noch lesen kannst, brauche ich mehr Matsch“.
Warum kommt hier niemand allein ins Ziel?
Beim Dirty Church Run in Beiseförth muss das Team gemeinsam ins Ziel kommen, das ist die Regel. Ich schaffe das allein auch gar nicht, erklärt mir eine Kollegin, die sonst Marathon läuft. Guck dir das Fuldaufer an, der steile Hang da drüben wird mit der Zeit immer glitschiger. Mich muss jemand von oben ziehen oder von unten stützen. Erleichtert sehe ich, dass auf der Fulda Menschen mit Booten und Rettungswesten in Bereitschaft sind.
Was macht die besondere Atmosphäre aus?
Überall auf dem Gelände gute Stimmung! Man schaut zu und plaudert, isst Kuchen und Pommes. Gefühlt sind ebenso viele Ehrenamtliche wie Angemeldete im Einsatz. Teamgeist steckt an! Auf der Zielgeraden sehe ich, wie fünf schlammige Gestalten einlaufen, noch auf den letzten warten und dann Hand in Hand durchs Ziel gehen: dreckige, glückliche Männer.
Kann Gemeinschaft die Welt ein Stück besser machen?
Wären solche Bilder doch öfter zu sehen. Wie einer dem anderen hilft, Hindernisse zu überwinden. Wie alle sich für die gemeinsame Sache ins Zeug legen, jede mit ihren Gaben. Für den Spaß, und für einen guten Zweck.
Der Erlös des Rennens ist bestimmt für die Jugend, für den Meeresschutz und für die Frauennothilfe. So strahlt sie aus, diese tolle Aktion der Kirchengemeinde!