Geschichten berühren
Ich sitze auf dem Sofa und Tränen kullern mir die Wange herunter. Der Hauptcharakter meiner Lieblingsserie hat sich gerade geopfert und die Serie ist zu Ende. Eigentlich weiß ich: Das alles ist erfunden. Ausgedacht. Und trotzdem sind mir Menschen ans Herz gewachsen, die es gar nicht gibt. Neun Jahre meines Lebens haben sie mich begleitet. Ich habe mitgefiebert. Mitgehofft.
Gründe, warum uns Serien und Erzählungen lange begleiten
Und jetzt, wo ihre Geschichte nicht mehr weitererzählt wird, lässt sie mich nicht mehr los. Noch Tage später muss ich daran denken. Ich male mir aus, wie es mit den Charakteren weitergeht. Und am Ende habe ich dieses leise Gefühl: Vielleicht kommt da noch etwas. Ein inneres: Ich glaube. Ich finde das erstaunlich. Eine erfundene Geschichte weckt echte Gefühle: Traurigkeit, Sehnsucht, Hoffnung.
Geschichten können Hoffnung und Trost geben
Geschichten sind mehr als Zeitvertreib. Ich finde mich in ihnen wieder. Mit meinen Sorgen. Mit meinen Hoffnungen. Mit meinem Glauben. Vielleicht berühren mich deshalb auch die alten Geschichten der Bibel. Seit Generationen finden sich Menschen mit ihrem Leben in ihnen wieder.
Bibelgeschichten als Spiegel meines Lebens
Da ist zum Beispiel die Geschichte von einem Menschen, der am Boden liegt. Er braucht Hilfe. Alle gehen vorbei und schauen weg. Aber dann hilft einer, mit dem eigentlich niemand rechnet. Der barmherzige Samariter. Mir zeigen solche Geschichten: Schon früher haben Menschen Ähnliches erlebt wie wir heute. In der Bibel höre ich von ihnen. Von Menschen, die weinen und lachen. Die vorbeigehen und helfen, zweifeln und hoffen. Von Menschen wie dir und mir.
Hilfreiche Charaktere: Wie Hilfe in Erzählungen Hoffnung gibt
Deshalb lohnt es sich, ihre Geschichten zu lesen und weiterzuerzählen. Denn sie lassen mich spüren: Egal, wie es mir gerade geht, ich bin nicht allein. Und genau das gibt mir Hoffnung für meine eigene Geschichte.