Ein Stück Wurst und ein Danke
"Wie sagt man? Danke!" Das habe ich schon als Kind gelernt. Beim Metzger, wenn ich beim Einkauf noch ein Stück Fleischwurst geschenkt bekam. Oft steckte ich’s mir schon in den Mund und murmelte nur noch ein etwas verknautschtes "Danke". Dankbarkeit lässt sich nicht befehlen. Aber man kann sie lernen.
Nichts ist selbstverständlich: Geschenke im Leben
Später merkt man: Geschenkt gibt’s im Leben selten was. Vieles muss bezahlt oder erarbeitet werden. Und doch bleibt Grund genug, dankbar zu sein. Wofür danke ich, wenn ich wach werde oder zu Bett gehe? Dafür, dass ich in Frieden schlafen darf, in einem warmen Bett.
Biblischer Rat: Dankbar in allen Dingen
Der Glaube erinnert daran, nichts ist selbstverständlich. Und ein biblischer Rat bringt es auf den Punkt: „Seid dankbar in allen Dingen.“ (1. Thessalonicher 5,18) Er fordert damit nicht auf, alles hinzunehmen. Er meint: Den Blick richten auf das, was mir geschenkt ist.
Kleine Freuden: Anruf, Sonne, Osterglocken
Ein Anruf. Sonne auf dem Gesicht. Ein Tag ohne Schmerzen. Der Anblick von Osterglocken am Wegrand. Dankbarkeit verändert nicht die Welt – aber sie verändert, wie wir in ihr stehen. Selbst wenn man auf Medikamente angewiesen ist, kann man staunen, was Ärztinnen und Forscher möglich machen.
Abendritual: Einen Moment danken
Heute Abend ist noch Zeit, dass ich kurz zurückschauen kann. Auf einen Moment, für den man danken kann. Und vielleicht reicht genau der.