hr3 MOMENT MAL
hr3
Vogt, Dr. Fabian

Eine Sendung von
Dr. Fabian Vogt,
Evangelischer Pfarrer in der Öffentlichkeitsarbeit, Frankfurt

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Eine Hand mit medizinischen Handschuhen hält ein rotes Herzsymbol und reicht es einer anderen Hand. Der Hintergrund ist in sanften Farben gehalten. Die Szene vermittelt ein Gefühl von Fürsorge und Unterstützung.

Wenn mein Ende anderen hilft

Teaser:  Immer noch fehlen in Deutschland Spenderorgane. Könnte eine gute Idee sein, Organspender zu werden. Meint Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche.

Moderator/in: Heute ist wieder der Gute-Ideen-Dienstag bei hr3. Und weil am Samstag „Tag der Organspende“ ist, geht’s heute um die Frage: Wie ist das eigentlich mit Organspenden? Bei uns ging’s dabei auch um Forschung aus Hessen: Wie man die Abstoßreaktionen des Körpers bei Spenderorganen besser in den Griff bekommt. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Wie sieht’s denn bei dir aus – hast du einen Organspendeausweis?

Fabian Vogt: Ja, hab ich. Im Portemonnaie. Immer dabei. Eine der sinnvollsten Karten, die ich mit mir rumschleppe. Vielleicht auch, weil ich eine Frau kenne, die nur dank eines Spenderorgans noch lebt. Deshalb: Wenn ich mal so sterbe, dass meine Organe helfen können … gerne!

Ich glaube ja: Wenn es ein Leben nach dem Tod gibt, dann brauche ich meinen jetzigen Körper dafür eh nicht mehr. Also: Warum nicht Leben retten, wenn es geht? Und tatsächlich steckt da für mich auch eine starke biblische Idee drin.

Moderator/in: Kommen in der Bibel denn schon Organspenden vor?

Fabian Vogt: Nein, das nicht. Aber Jesus hat gesagt: „Es gibt keine größere Liebe, als wenn jemand sein Leben für seine Freunde gibt." (Johannesevangelium 15,13) Und das ist genau der Kern: Jesus macht es ja selbst vor! Ja, dass Jesus am Kreuz gestorben ist, heißt: Er gibt sein Leben, damit andere leben können. Wobei: Über Organspenden reden wir ja nur, wenn feststeht: Der Spender ist definitiv tot. Aber die Idee dahinter hat es in sich: Du kannst noch im Tod Leben retten!