Nikolaus ist da: der neue Frankfurter Weihnachtsbaum
Moderator/in: Heute ist er angekommen: der neue Weihnachtsbaum für den Römerberg. Er soll den Frankfurter Weihnachtsmarkt überstrahlen. Die 27 Meter hohe Fichte ist ein Geschenk von Wald-Königsleiten in Österreich. Und sie heißt: Nikolaus. Fabian Vogt von der Evangelischen Kirche: Warum heißt denn der Frankfurter Weihnachtsbaum ausgerechnet Nikolaus?
Warum der Baum Nikolaus heißt
Fabian Vogt: Ganz einfach: Der Heilige Nikolaus ist der Schutzpatron von Wald-Königsleiten, dem Ort, der den Baum gestiftet hat. Der Ort hat sogar drei goldene Kugeln im Wappen. Die erinnern daran, dass Nikolaus einmal drei junge Frauen gerettet hat. Er hat ihnen drei Goldklumpen geschenkt und sie so vor der Sklaverei bewahrt. Und jetzt kommt der Clou: Die Kirche am Römerberg heißt Evangelische Nikolai-Kirche. Sie ist, wie die Kirche in Wald-Königsleiten, nach Nikolaus benannt. Der Name Nikolaus verbindet also beide Orte und spannt einen großen Bogen der Freundschaft vom Salzburger Land nach Frankfurt.
Nikolausfest und Nächstenliebe
Moderator/in: Es geht um den Nikolaus, nach dem auch das Nikolausfest benannt ist, richtig?
Fabian Vogt: Genau. Nikolaus hat im 4. Jahrhundert in der Stadt Myra gelebt. Bis heute gilt er als Sinnbild für Nächstenliebe, Großzügigkeit und echtes Helfen ohne Eigennutz. Weil er immer wieder Menschen in Not unterstützt hat. Motiviert von seinem Glauben.
Liebt einander
Fabian Vogt: Für Nikolaus war klar: Die zentrale Idee Jesu lautet „Liebt einander“ – und diese Liebe zeigt sich ganz praktisch: Wer Hilfe braucht, bekommt sie. Der neue Weihnachtsbaum auf dem Frankfurter Römer steht mit seinem Namen „Nikolaus“ also für die Botschaft: Liebt einander! – Seid füreinander da!